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„Kein Wahlbetrug”: CDU verteidigt den Bürgermeister

Von: Ingo Latotzki
Letzte Aktualisierung:

Düren. Eine „strategische Finanzplanung” fordert der Kämmerer der Stadt Düren, Harald Sievers. „Künftig müssen wir erst das Große sehen und dann das Kleine.” Bisher sei das vielfach umgekehrt gewesen.

Soll heißen: Von nun sollen die einzelnen Ämter der Stadt Düren eine bestimmte Summe als Obergrenze für ihr Budget erhalten. Wenn diese Obergrenze festgelegt ist, müsse überlegt werden, wie die einzelnen Fachbereiche innerhalb der Ämter finanziert werden.

Sievers sprach sich im Finanzausschuss zudem dafür aus, eine Kurskorrektur in der Investitionspolitik vorzunehmen. In diesen Zeiten sei es erforderlich, „anders zu denken”. Sievers hat Eckpunkte in der Haushaltsplanung vorgelegt. Danach häuft die Stadt Düren bis 2014 ein Defizit von gut 90 Millionen Euro an.

Wie genau gespart werden soll, ist derzeit noch unklar. „Wir werden uns weiter Gedanken machen”, sagt Karl-Albert Eßer, CDU-Fraktionschef; er ist mit der Vorgehensweise des Kämmerers „grundsätzlich einverstanden”.

Der Christdemokrat wies allerdings die am Donnerstag von der SPD erhobenen Vorwürfe zurück, Bürgermeister Paul Larue habe vor der Kommunalwahl vergangenes Jahr die wahre Finanzlage der Stadt verschleiert. „Der Vorwurf des Wahlbetrugs ist absurd.”
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