Kein Karnevalsprinz: „Im Moment fehlt das Geld”

Von: Sandra Kinkel
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Ob Straßenkarneval auch ohne
Ob Straßenkarneval auch ohne Prinzenpaar funktioniert? Fakt ist, dass die Dürener in der kommenden Session ohne Tollitäten feiern müssen. Für Prinz Ulrich I. und Prinzessin Katharina fanden sich keine Nachfolger.

Düren. „Ja, eine kleine Genugtuung ist es schon. Aber in erster Linie finde ich es für die Jecken in Düren sehr schade, dass es in der kommenden Session keinen Karnevalsprinzen gibt.” Hans-Peter Iven aus Gürzenich ist derzeit im Urlaub. Aber das sich in Düren kein Narrenherrscher findet, hatte sich bis in den Ferienort des Gürzenichers rumgesprochen.

Iven hatte vor Wochen bei der Jahreshauptversammlung des Festkomitees Dürener Karneval eine Satzungsänderung beantragt. Weil er gemeinsam mit Heinz Nolden und Siggi Garding von der Karnevalsgesellschaft „Jüzzenije Plüme” ein Dreigestirn bilden wollte. Und zwar auch aus Kostengründen. „Zu Dritt”, so Iven, kann man die hohen Kosten doch viel besser bewältigen.” Der Gürzenicher ist noch immer davon überzeugt, dass ein Dreigestirn eine gute Lösung wäre. Und deswegen denkt er ernsthaft darüber nach, im kommenden Jahr seinen Antrag auf Satzungsänderung noch einmal zu wiederholen.

„Das kann er machen”, sagt Peter Körner, Vorsitzender des Festkomitees Dürener Karneval. „Wir haben eine demokratische Entscheidung gegen eine Satzungsänderung getroffen. Und die ist gültig.” Ob ein Dreigestirn wirklich das Allheilmittel für den Dürener Karneval wäre, bezweifelt Peter Körner sowieso.

„Vielleicht hätten wir dann jetzt einen Prinzen. Vielleicht aber auch nicht. Es ist auch diesmal unmittelbar vor der Sitzung des Festkomitees ein Prinzenpaar abgesprungen.” Übrigens, so Körner, sei es nicht möglich gewesen, dass designierte Prinzenpaar der Session 2012/13 einfach vorzuziehen. Körner: „Die kommen von der „Kick ens aus Rölsdorf. Und die haben nächstes Jahr Jubiläum und wollen deswegen das Prinzenpaar stellen.”

Auch Wino Ulhas, der selbst Karnevalsprinz in Düren war, glaubt nicht, dass der Dürener Karneval unter dem fehlenden Prinzenpaar nachhaltig leidet. „Warum denn? Dann gibt es eben ein Jahr mal keinen Prinzen in Düren.” Es gäbe schließlich eine süße Kinderprinzessin, die Düren repräsentieren würde. „Und die Programmlücke bei den Sitzungen”, so Ulhas, „ist längst überall gefüllt.”

Darüber hinaus geht der Vollblut-Karnevalist davon aus, dass der Höhepunkt des Karnevalszuges am Orchideensonntag jetzt der Wagen der Kinderprinzessin sein wird. „Ich gehe davon aus, dass der jetzt ganz zum Schluss fährt.” Auch Hans-Peter Schneppenheim von der „Dürener Bürgerwehr”, aus deren Reihen der letzte Dürener Prinz kam, ist nach wie vor gegen ein Dreigestirn. „Dann lieber überhaupt keinen Prinzen”, sagt er. „Schützenbruderschaften kommen ab und zu auch ohne Schützenkönig aus.” Für Schneppenheim ist die aktuelle Wirtschaftskrise ein Grund dafür, dass es kein Prinzenpaar gibt. „Prinz zu sein ist teuer. Und das Geld ist im Moment einfach nicht da.”

Zum Glück gibt es eine Kinderprinzessin in Düren

Ulrich Schmeding war Dürens 60. Karnevalsprinz. Gemeinsam mit seiner Frau Katharina Keemß-Schmeding haben ein Jahr die Dürener Närrinnen und Narren regiert.

Zum Glück gibt es für die kommende Session wenigstens eine flotte Kinderprinzessin. Die heißt Katja Breuer, ist zehn Jahre alt und besucht die St.-Angela-Schule.

Katja ist Funkemariechen bei der Karnevalsgesellschaft „Holzpoeze Jonge”. In ihrer Session als Prinzessin wird sie von den ihren Pagen Denise Kaiser und Michelle Lenartz begleitet.

Weil es kein Erwachsenen-Prinzenpaar gibt, wird Kinderprinzessin Katja vermutlich einige Termine mehr wahrnehmen.

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