Düren - Kaum Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt

Kaum Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt

Von: Ingo Latotzki
Letzte Aktualisierung:
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In der Dürener Arbeitsagentur (unser Bild zeigt das Berufsinformationszentrum) wird Kunden auch mit Literatur geholfen. Dass an Computern recherchiert werden kann, ist heute selbstverständlich.
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Jürgen Koch, Geschäftsführer der Arbeitsagentur Aachen-Düren (links) und Hubert Wehren, Standortleiter in Düren, im Gespräch.

Düren. Jürgen Koch, Geschäftsführer der Arbeitsagentur Aachen-Düren, vergleicht die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Düren 2013 mit einem sportlichen Bild. Es sei eine Menge in Bewegung, viele seien auf dem Laufband, aber der Arbeitsmarkt komme nicht richtig vom Fleck. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote lag im vergangenen Jahr bei acht Prozent und bewegt sich damit auf dem Niveau von 2012.

Etwa  25.000 Menschen konnte die Arbeitsagentur in der Moltkestraße in Düren einen Arbeitsplatz vermitteln, in etwa genau so viele Menschen meldeten sich neu arbeitslos. Daran lässt sich erkennen, was Koch meint: Rein zahlenmäßig ist der Markt in Bewegung, nennenswerte Veränderungen gibt es nicht, weder positiv noch negativ.Auch dazu zum Beleg eine Zahl: 2013 waren durchschnittlich 2965 Personen im Kreis Düren ohne Job, 2012 waren es 2912. Es geht also um eine Steigerung von 53.

Wie es in diesem Jahr weitergehen wird, sei schwer zu prognostizieren und hänge stark von der wirtschaftlichen Entwicklung ab, sagte Koch. Um die Chancen von Arbeitslosen zu verbessern, setze sein Haus stärker als bisher auf eine „Abschluss orientierte Qualifizierung“, auch wenn sie mehr Zeit koste und teurer sei. „Ohne Abschluss wird es nochmals schwerer, Arbeitsstellen zu vermitteln“, sagte Geschäftsführer Koch. Etwa ein Drittel der Arbeitslosen im Kreis Düren verfüge nicht über eine abgeschlossene Berufsausbildung, „viele davon auch nicht über einen Schulabschluss“, sagt Hubert Wehren, Standortleiter der Arbeitsagentur Düren.

Im Auge hat die Behörde auch die Jugend. In den Betrieben müssten sogenannte Kümmerer eingesetzt werden, die junge Menschen, die von ihrem Sozialverhalten oder ihrer Motivation noch geschult werden müssen, unterstützen. Koch appellierte außerdem an Unternehmen und Schulen, sich intensiv um Berufsinformationen und Praktika zu kümmern. Alle Schulformen seien angesprochen, sich im achten oder spätestens im neunten Schuljahr dem Thema zu widmen. Die Arbeitsagentur könne derzeit rund 100 Praktikumsplätze vermitteln, sagte Hubert Wehren. Auch die Jugendarbeitslosigkeit bewegt sich auf Vorjahresniveau (2012: 1275 / 2013: 1261).

Branchen, in denen es einfacher möglicher sei, einen Job zu finden, seien Hoch- und Tiefbau, die Pflege und Teile der Industrie, etwa Schlosser, Dreher und Fräser. Jürgen Koch nannte auch den Beruf Erzieher/in. „Wir brauchen in diesem Jahr mehr Menschen auf dem Laufband“, sagte Koch. Damit sich der Markt nicht nur bewege, sondern auch vorankomme.


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