Düren - „Kastelruther Spatzen”: Der Funke springt sofort über

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„Kastelruther Spatzen”: Der Funke springt sofort über

Von: Sandra Kinkel
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Blumen und Applaus von 2600 Fans für die Stars. Foto: Sandra Kinkel

Düren. Es ist 19 Uhr, in der Arena Kreis Düren sind schon so gut wie alle Plätze besetzt. „Wir waren schon um 17 Uhr hier”, sagt Claudine Eippers, die aus Luxemburg nach Düren gekommen ist. Die 53-Jährige, die mit ihrem Mann, ihrem Schwager und ihrer Mutter aus einem Ort in der Nähe von Echternach nach Düren gekommen ist, freut sich.

Sie hat 17 rote Rosen in Folie dabei, die die knapp 150 Kilometer von Luxemburg nach Düren erstaunlich gut überstanden haben und trägt einen hellgrauen Fanschal. Claudine Eippers ist Fan der Südtiroler Volksmusikgruppe „Kastelruther Spatzen”. Und die machen Station in Düren. Mit ihrem aktuellen Programm „Wie am ersten Tag”.

„Es ist schwer zu erklären, was an den Spatzen so toll ist”, sagt Claudine Eippers. „Eigentlich muss man das spüren. Aber die Musik geht einfach ans Herz.” So sehen das die anderen knapp 2600 Konzertbesucher offenbar auch. Es sind diverse Fanclubs in der Arena, die Mitglieder des Fanclubs Nordeifel hatten vor dem Konzert sogar Gelegenheit, ihre Idole hinter der Bühne persönlich zu treffen.

Spatzen-Frontmann Norbert Rier und seine Bandkollegen Kurt Dasser (Gesang, Gitarre), Valentin Silbernagl (Saxophon, Klarinette), Walter Mauroner (Trompete, Synthesizer), Albin Gross (Keyboard, Akkordeon), Karl Heufler (Bassgitarre, Horn) und Rüdiger Hemmelmann (Schlagzeug) präsentieren sich bei dem Konzert in allerbester Stimmung, schon beim ersten Lied der sieben Herren in den schwarzen Kniebundhosen, den weißen Hemden und den schwarz-roten Westen springt der Funke über, die Menschen summen mit, klatschen im Takt und schunkeln fröhlich zu den Melodien.

Gleich nach dem ersten Lied, das so heißt wie die aktuelle Tour und von einer großen Liebe erzählt, wird Claudine Eippers ihre Rosen los, Ehemann Paul eilt mit zu Bühne, um den Moment mit der Blumenübergabe mit der Digitalkamera festzuhalten. „Ich habe ein riesiges Spatzen-Album”, erzählt Frau Eippers später. „Da kommt das dann auch rein.”

Kaum Unterschiede

Der Sound aller Spatzen-Hits ähnelt einander. Sehr sogar. Tonlage, Melodie, Rhythmus - große Unterschiede gibt es eigentlich nie. Und trotzdem gefällt es den Fans. Genau wie die Texte, bei denen es um ganz viel heile Welt geht und die immer wieder Begriffe wie Kraft, Mut, Frieden, lebenslanger Liebe und eine bessere Welt enthalten.

Zwischendurch das Lied „Lauras schönster Tag”, das von einem schwer kranken Mädchen erzählt, das davon träumt, einmal einem Clown im Zirkus die Hand zu geben. Und während die sieben Spatzen Lauras Geschichte singen, werden auf den zwei großen Videoleinwänden, auf denen sonst Aufnahmen aus Südtirol zu sehen sind, Bilder eines kranken, von einer Chemotherapie gezeichneten Mädchens gezeigt. Einige, der überwiegend weiblichen und älteren Fans wischen sich eine Träne aus dem Augenwinkel.

„Das gehört auch dazu”, sagt Claudine Eippers. „Ich finde auch nicht, dass das Mädchen vorgeführt wird. Es wird aber deutlich, dass Leid und Freude eng beieinander liegen.” Vielleicht ist es wirklich das, was die Spatzen-Fans beim Anblick des Mädchen fühlen. Denn bei den Hits „Du gehörst in meine Arme” oder „Ich singe Dir ein Liebeslied”, die gleich im Anschluss erklingen, jubeln die Menschen in der Arena wieder. Alle sind begeistert. Und Norbert Rier und seine Mannen kommen nicht ohne Zugabe von der Bühne.
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