Kann sich Kreuzau kein neues Hallendach leisten?

Von: mv
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Kreuzau. Die Hiobsbotschaft kam Anfang Januar: Der Kreis kommt mit seinem Geld nicht aus und muss die Gemeinden zur Kasse bitten. Kreuzau ist mit 811.000 Euro dabei. Da stellt sich natürlich die Frage, ob noch alle Straßenbauarbeiten und Reparaturen an Gebäuden der Gemeinde so wie geplant durchgeführt werden können.

811.000 Euro sind für eine Gemeinde wie Kreuzau ein dicker Brocken, Hürtgenwald ist übrigens mit 400.000 Euro dabei. Im Kreuzauer Bauausschuss wurde jetzt insbesondere diskutiert, ob die 750.000 Euro teure Erneuerung des Dachs der Kreuzauer Dreifachturnhalle mitsamt Erneuerung der Belüftungsanlage überhaupt noch zu stemmen ist. Insbesondere wollten die Politiker aller Parteien wissen, ob die Arbeiten noch ein oder sogar zwei Jahr warten können, ob sie also in das Jahr 2014 hinein verschoben werden können.

Die Dreifachturnhalle wird von Schulen und Vereinen intensiv genutzt. Das Dach ist angeblich undicht, und die Belüftung der Halle verschlingt wegen veralteter Technik Unmengen an Energie. Aber: Für die Halle muss kein einziger gemeindlicher Cent in die Hand genommen werden, lediglich die Schulpauschale und die Sportpauschale werden voll ausgeschöpft. Die beiden Pauschalen sind gesonderte Zuwendungen aus Düsseldorf.

Rolf Heidbüschel (SPD) gab bezüglich des Verbrauchs aller Mittel für die Dacherneuerung zu bedenken: „Wir können dann nicht einer einzigen Bitte eines Vereins mehr nachkommen.“ Und es könne auch sein, dass die neue Sekundarschule noch Mittel braucht. Das Dach könne noch bis 2014/15 warten. Auch Ingo Esser (CDU) äußerte sich dahingehend.

Uneffektiv und veraltet

Zur Belüftung trug Dipl.-Ing Karl Schmitz, Geschäftsführer eines Jülicher Ingenieurbüros, vor. Er zeigte anhand von Plänen, wie die Anlage unter das neue Schrägdach montiert werden könnte. Klar wurde auch, wie uneffektiv und veraltet die jetzige Anlage ist. Sporthalle und Umkleide/Duschräume könnten entweder hintereinander oder gleichzeitig eine neue Anlage erhalten.

Dezernent Siegfried Schmühl meinte, die Entscheidung müsse schnell fallen, denn damit die Halle in den Sommerferien ein neues Dach bekommen könne, „müssen die Arbeiten schon im März/April ausgeschrieben werden“. Gleichwohl: Die Entscheidung wurde vertagt bis zur nächsten Hauptausschuss-Sitzung am 5. Februar.

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