Heimbach - Kammermusikfestival „Spannungen“: Familientreffen in der Eifel

Kammermusikfestival „Spannungen“: Familientreffen in der Eifel

Von: Sandra Kinkel
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Großeltern-Dienst: Beate und Horst Tetzlaff sind in Heimbach im Einsatz. Foto: Sandra Kinkel

Heimbach. Lars Vogt spricht immer von einem „großen Familientreffen“, wenn er die Atmosphäre des beschreibt. Was er meint, ist die ganz besonders familiäre Stimmung, die während der Woche in Heimbach herrscht.

 Für Familie Tetzlaff ist „Spannungen“ dagegen wirklich ein Familientreffen – im wahrsten Sinne des Wortes. Gleich drei Tetzlaff-Generationen verbringen die Festival-Woche in der Eifel: die Großeltern Beate und Horst, deren Kinder, die Geschwister Christian und Tanja sowie einige der insgesamt 16 Enkelkinder. „Wir sind zum 15. Mal in Heimbach mit dabei“, sagt Großvater Horst Tetzlaff. „Wir passen auf unsere Enkelkinder auf. Gott sei Dank dürfen wir immer mit dabei sein.“

Die drei jüngeren Kinder zwischen drei und acht Jahren verbringen die meiste Zeit in Heimbach mit Spielen und Toben, Enkelsohn Simon Tetzlaff ist mit seinen 15 Jahren schon Mitglied der Musikerriege von „Spannungen“. Als Cellist hat er bei zwei Konzerten mitgespielt. Vor 15 Jahren hat er als Kleinkind manchmal während der Festivalwoche in einem Cellokasten geschlafen. Heute ist er Jung-Student an der Hochschule für Musik in Frankfurt.

„Wir haben vier Kinder“, erzählt Beate Tetzlaff, „und alle vier sind Profi-Musiker geworden. Und auch auf unsere Enkel hat sich die Liebe zur Musik übertragen.“ Ehemann Horst ergänzt: „Und zwar ohne Druck auszuüben. Wir haben gefördert, aber eben nicht gefordert.“

Für Beate und Horst Tetzlaff, die in Hamburg leben, ist die „Spannungen“-Woche ein „echter Fixpunkt im Jahr“. „Wir freuen uns sehr auf die Zeit in Heimbach“, sagt Beate Tetzlaff. „Und auch unsere Enkelkinder sprechen schon Wochen vorher von nichts anderem. Sie genießen das Festival und zwar nicht, weil sie dafür schulfrei bekommen.“ Der achtjährige Enkel Aljoscha, erzählt die Großmutter, habe ihr zuletzt gesagt, dass Gustav Mahler sein Lieblingskomponist sei. „Und dann hat er noch gesagt: ‚Hoffentlich dauert die Probe noch ganz lange.‘ Die Kinder lieben die Musik einfach.“ Großvater Horst hat dafür eine ganz einfach Erklärung: „Die Kinder haben schon im Mutterbauch immer Musik gehört. Das hat sie geprägt. Und sie können heute wirklich sehr gut zuhören.“

Für Beate und Horst Tetzlaff ist es Lars Vogt, der an der besonderen Atmosphäre bei „Spannungen“ den größten Anteil hat. Horst Tetzlaff: „Die Musik ist natürlich ein Genuss und eine unglaublich große Freude. Aber auch der Zusammenhalt der Künstler und der Mitarbeiter des Kunstfördervereins sind einzigartig.“

Klar, dass alle Tetzlaffs auch bei den Konzerten dabei sind – sogar die Kleinsten. Beate Tetzlaff: „Bei den Konzerten sitzen die Kinder immer zusammen oben auf der Empore. Natürlich finden sie es toll, wenn ihre Eltern oder ihr Onkel spielt. Aber sie genießen auch die anderen Konzerte sehr.“ Im Anschluss an die Musik – und auch das ist eine „Spannungen“-Tradition – wird im Hotel noch gefeiert. Auch das gehört eben zu einem richtigen Familientreffen!

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