Kammermusik, wie sie besser nicht sein kann

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
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Rachel Roberts und Lars Vogt begeisterten im Saal der Evangelischen Gemeinde mit Kammermusik vom Allerfeinsten.

Düren. „Düren ist nicht nur Schulstadt oder Stadt der Märkte, sondern auch Musikstadt. Es ist noch nicht lange her, dass wir in der Annakirche ein tolles Orgelfest zur Einweihung der neuen Metzler-Orgel feiern durften, heute erleben wir hier in der Christuskirche ein besonderes Musikerlebnis.”

Richard Köchling ist Vorsitzender des Förderkreises „Musik in der Christuskirche” und sichtlich zufrieden, den Musikliebhabern im voll besetzten Saal der Evangelischen Gemeinde am Wilhelm-Wester-Weg ein ganz besonderes Konzerterlebnis ankündigen zu können.

Der aus Düren stammende, weltberühmte Pianist Lars Vogt war gemeinsam mit Rachel Roberts (Viola) zurück in seine Geburtsstadt Düren gekommen, um ein Benefizkonzert zu Gunsten der großen Steinmeyer-Orgel in der Christuskirche zu spielen. Die wurde nämlich vor acht Jahren aufwendig saniert, seitdem muss die Evangelische Gemeinde jedes 18.500 Euro für einen Kredit zurückzahlen. „Und dass”, so Kantor und Organist Stefan Iseke, „wollen wir mit möglichst wenig Kirchensteuermitteln tun.”

Um so größer war also die Freude, dass Lars Vogt und Rachel Roberts sich zu diesem Benefizkonzert bereit erklärt hatten, auf dem Programm standen zwei Duo-Sonaten für Bratsche und Klavier von Johannes Brahms und die „Sonate für Klavier h-moll” von Franz Liszt.

Vogt, der allein in diesem Jahr schon in Sao Paulo, Totonto, Rom, New York, Warschau, Philadelphia und Los Angeles konzertiert hat, begeisterte, genau wie Rachel Roberts übrigens, bei dem Konzert bei der Evangelischen Gemeinde mit einem ungeheuren Einfühlungsvermögen für die beeindruckende Musik. Dabei sind Bratsche und Klavier einen echten Dialog miteinander eingegangen, haben einander inspiriert. Manchmal hatte man bei der ersten Brahms-Sonate in f-moll den Eindurck Rachel Roberts Bratsche wurde ob der traurigen Melodien weinen, von Vogts Klavierspiel wurde sie dann wieder getröstet. Es war wirklich ein Konzert zum Atem anhalten - so schön, so makellos war das Spiel von Lars Vogt und Rachel Roberts. Da stimmte der Satz mit der „Musikstadt Düren” von Richard Köchling ganz ohne jeden Zweifel.
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