Käthe Hasse hat Generationen von Dürenern Schwimmen beigebracht

Letzte Aktualisierung:
6038083.jpg
Käthe Hasse hat ganzen Generationen von Dürenern das Schwimmen beigebracht. Im Augenblick darf sie wegen einer Erkrankung nicht ins Wasser und genießt umso mehr mit Hündin Paula ihren Garten. Foto: S. Kinkel

Düren. Sie hat ganzen Generationen von Dürenerin das Schwimmen beigebracht, und ist auch selbst eine totale Wasserratte: Käthe Hasse. Im Gespräch mit „DN“-Mitarbeiterin Sandra Kinkel erzählt die 77-Jährige, wie sie zum Schwimmen gekommen ist und warum sie eine ganz besondere Beziehung zum Schwimmbad in der Bismarckstraße hatte.

Erzählen Sie uns bitte Ihre Geschichte vom Schwimmbad in der Bismarckstraße!

Käthe Hasse: Naja, ich war die erste und die letzte Schwimmerin in diesem Bad. Als das Becken noch im Bau war und auf seine Dichtigkeit überprüft wurde, durfte ich einige Bahnen darin schwimmen. Und am letzten Tag war ich auch im Bismarckbad. Und als dann so langsam das Wasser rausgelassen wurde, bin ich noch einmal reingegangen. Wir haben in dem Bad immer sehr viel Freude gehabt.

Wie sind Sie denn überhaupt zum Schwimmen gekommen?

Hasse: Das war in der Evakuierung. Wir waren in der Nähe von Bremen und lebten bei einem Lehrer. Der hat mich animiert bei einem Schwimmfest mitzumachen. Und ich habe den 50-Meter-Brust-Wettkampf gleich gewonnen. Und meine Leidenschaft zum Schwimmen entdeckt. Zurück in Düren bin ich dann gleich Mitglied beim Dürener Turnverein geworden und habe hier auch die Schwimmabteilung mit aufgebaut.

Warum Schwimmen? Schwimmtraining muss doch furchtbar langweilig sein...

Hasse: Ist es aber nicht. Gutes Schwimmtraining kann sehr kurzweilig sein. Für mich ist Schwimmen einfach Lebensphilosophie. Schwimmen kann man bis ins hohe Alter. Das ist einfach eine tolle Sportart.

Sie haben seit den 60er Jahren unzählige Schwimmkurse gegeben und sogar einige Jahre am Stiftischen Gymnasium Schwimmen unterrichtet. Wie haben die Kinder sich in Bezug aufs Schwimmen lernen verändert?

Hasse: Wenn ich früher eine Gruppe mit zehn oder elf Kindern hatte, gab es vielleicht zwei, die den Beinschlag beim Brustschwimmen nicht richtig beherrscht haben. Und heute ist es genau umgekehrt. Meistens sind es nur zwei Kinder, die den Beinschlag wirklich beherrschen.

Und woran liegt das?

Hasse: Das ist schwer zu sagen. Ich glaube, die Kinder machen einfach heute viel weniger Sport und bewegen sich weniger. Das liegt ganz bestimmt unter anderem daran, dass sie den ganzen Tag in der Schule sind.

Frau Hasse, Sie sind seit fast 15 Jahren Ratsmitglied in Düren und leiten seit 2004 den Verein „Senioren aktiv“ mit etwa 350 Mitgliedern. Bleibt da noch Zeit für andere Dinge?

Hasse: Haus und Garten sind mein großes Hobby. Ich werde aber auch bei der Kommunalwahl 2014 nicht mehr antreten, weil ich denke, dass jüngere Leite ran sollen. Ansonsten gehe ich gerne in Theater und Konzerte. Und ich hoffe sehr, dass mein Arzt mir demnächst wieder erlaubt, schwimmen zu gehen. Das war nämlich zuletzt leider wegen einer Erkrankung nicht möglich. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass ich bald wieder ins Wasser kann.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert