Düren - Kabarettistin nimmt das Fest aufs Korn

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Kabarettistin nimmt das Fest aufs Korn

Von: Jana Peterhoff
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Die komischste aller komischen
Die komischste aller komischen Frauen: Tina Teubner. Was sie über das Weihnachtsfest zu sagen hat, ist atemberaubend. Foto: Jana Peterhoff

Düren. Der vierte SWD-Kommedy-Abend mit Tina Teubner war ein wahrer Höhepunkt. Die Organisatoren freuten sich sehr, dass man dank des lokalen Sponsors Tina Teubner mit ihrem neuesten Programm für eine Vorpremiere gewinnen konnte.

Pünktlich zum Advent packte die Grand Dame des deutschen Kabaretts ein amüsantes Weihnachtspaket aus mit interessanten Geschenkideen, melancholisch-fröhlichen Liedern und Chansons und mit bitteren Erkenntnissen.

Das aktuelle Programm ist, wie alle ihre zwölf Programme, selbst geschrieben. Es trägt den Titel „Stille Nacht bis es kracht”. Zwölf Jahre sind es her, da gewann die Kabarettistin den ersten Preis beim Westspitzenwettbewerb. 1993 wurde sie in Berlin mit dem ersten Preis im Bundeswettbewerb Gesang des VDMK für Musical/Chanson ausgezeichnet.

Tina und Ben Süverkrüp, für eine brillante Begleitung am Klavier verantwortlich, betraten die „gigantisch große Mehrzweckhalle” des „Komm”-Zentrums mit frischen Ideen, Vorfreude und Realitätsvorahnungen, wie man Weihnachten zum Fest der Liebe etablieren könnte. Denn: „Da geht es nicht um Kommerz, sondern um Geschenke.”

Teubner versprach am Anfang ihres Programms, jeden Cent der Eintrittskarte mit knackenden Pointen zu belohnen. Sie hatte nicht zu viel versprochen. Pointe um Pointe, Spruch für Spruch schlängelte sie sich durch die Irrungen und Wirrungen, die uns in der Weihnachtszeit begleiten. Ihre Bemühungen galten der Unterhaltung des Publikums und dem Frieden schließen mit den Weihnachten. Sie hat beinahe versucht, die Welt und das Weihnachtsfest zu retten. Das, was ihr sehr gut gelungen ist, war die Dürener Lachnasen brillant zu unterhalten.

Lösungen für jede Situation

Die studierte Melancholikerin mit starker Tendenz zu humorvollen Lösungen hat es tatsächlich krachen lassen. „Weihnachten kommen. Ob wir es wollen oder nicht.” Die komischste aller komischen Frauen schilderte zwei Stunden lang den Weihnachts-Super-Gau in allen seinen Varianten: als Fest der Liebe, als „Alle Jahre wieder”-Streit mit dem Partner, als Kaufrausch und Vorbereitungsstress, als Fest der Familie mit Geschenken und guten Gaben oder statt mit Geschenken mit Familienmitgliedertausch. Und nicht zuletzt die Weihnachten als 2000 Jahre Kirchengeschichte, als Film mit Promibesetzung.

Die Kabarettistin hatte Lösungen für jede Situation parat: „Falls was schief geht, nie die Schuld bei sich selbst suchen. Immer nur bei den anderen. Und dann feste drauf!” Die Teubner wusste, subtil den eigenen Mann unter Druck zu setzen, die Eltern und Verwandten aufs Korn zu nehmen und richtig mit allen und allem abzurechnen.
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