Junges Theater zeigt eine reife Leistung

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Intensive Proben wurden vom Erfolg belohnt. Die Fortgeschrittenen-Gruppe des „Jungen Theater Düren” spielte „Eine Odyssee von Ad de Bont”.

Düren. Elf Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 12, alles Theater erfahrene und fortgeschrittene Schauspielschüler, haben sich im Rahmen des Projekts „Das Junge Theater Düren” unter Leitung von Ursula Keppler einer besonderen Herausforderung gestellt und das Theaterstück „Eine Odyssee von Ad de Bont” im Stiftischen Gymnasium mit großem Erfolg aufgeführt.

Ad de Bont ist einer der wichtigsten Kinder- und Jugendtheaterautoren Europas, der sich im Rahmen einer Auftragsarbeit der Odyssee von Homer annahm und daraus ein sehr langes Theaterstück entwickelte. Ursula Keppler konzentrierte sich auf einen wesentlichen Teil des Stückes, in dem das Grundthema der Odyssee Homers ins Moderne transportiert wird.

Zeitlose Themen

Die Familienthematik wird in den Mittelpunkt gerückt, Heimatlosigkeit, das Gefühl entwurzelt zu sein, sehr zeitlose Themen also, auf die Bühne gebracht. Wo die Irrfahrten des Odysseus erzählt werden, bleibt die Sprache Homers weitgehend erhalten. Bei konkreten Auseinandersetzungen setzt Ad de Bont zeitgenössische Sprache ein. Ursula Keppler unterstrich mit ihrer Inszenierung, dass die Götter als Beobachtende und Regierende in die Ferne gerückt mehr zuschauen als agieren, die Menschen unten auf der Erde ihre Probleme untereinander lösen müssen. „Die Schülerinnen und Schüler haben Tolles geleistet”, meinte Sabine Wagner voller Anerkennung nach den Aufführungen.

Und auch Ursula Keppler war voll des Lobes für die Gruppe: „Ich bin sehr zufrieden, wie präsent und konzentriert die Kinder dabei waren, welche Seiten sie aus sich herausgeholt haben. Sie kamen immer pünktlich zu den Proben. Trotz Hitze und Fußball haben sie eindeutige Prioritäten für das Theaterspielen gesetzt.” Das „Junge Theater Düren” ist ein Angebot von mehreren Theaterkursen für Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersklassen und aus verschiedenen Dürener Schulen, initiiert vom Spielpädagogischem Dienst des Städtischen Jugendamtes in enger Zusammenarbeit mit dem „Komm”-Zentrum. Mitte September startet das „Junge Theater Düren” unter Leitung von Ursula Keppler mit ein bis zwei Gruppen in die nächste Spielzeit. Man darf gespannt sein.
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