„Junges Theater Düren“ präsentiert den Urfaust neu

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Da hat es der gute alte Faust nicht einfach: Er sieht sich in dem Theaterstück mit gleich drei Gretchen konfrontiert.

Düren. Im Rahmen der Kulturtage auf Schloss Burgau findet am heutigen Mittwoch ab 19 Uhr eine Aufführung des „Junges Theater Düren“ statt. Die Spielvorlage für die „Gretchengeschichten“, das diesjährige Theaterprojekt des jugendlichen Ensembles, ist Goethes Urfaust in einer Bearbeitung und unter der Regie von Ursula Keppler.

Seit 13 Jahren existiert das Theater unter ihrer Leitung und wird veranstaltet vom Spielpädagogischen Dienst der Stadt Düren in Zusammenarbeit mit dem „Komm“-Zentrum.

Völlig neue Akzente

Zu Beginn stand zunächst die Frage, wie kann ein so oft gespielter Text mit Jugendlichen heutzutage bearbeitet werden. Das Theaterprojekt greift die bekannte und oft gespielte literarische Vorlage des Urfaust aus der Perspektive des Gretchens neu auf und spielt damit. Dieser Perspektivwechsel setzt völlig neue und überraschende Akzente im Zugang zu dem klassischen Stoff.

Nicht Faust, sondern Gretchen, seine Geliebte auf Zeit, steht im Mittelpunkt. Sie tritt gleich in dreifacher Gestalt auf mit unterschiedlichen Charakterausprägungen. So gibt es zum Beispiel das naive, unerfahrene Mädchen ebenso wie die junge Frau, die ihre Weiblichkeit entdeckt. Gretchen erlebt die Liebe in unterschiedlichen Formen als Aufbruch, Neubeginn, aber auch als Enttäuschung. Für Faust geht es um einen Aufbruch in neue Welten, Neubeginn und Enttäuschung, darum, der Routine, der Enge und Fremdbestimmung zu entkommen. Es geht um die Verlockung, Böses auszuprobieren und ethisch-moralische Grenzen zu durchbrechen. Dem steht Mephisto als Verkörperung des lust-voll Bösen, des Hinterhältigen und Fanatischen gegenüber.

Karten zu neun Euro (ermäßigt 5,50 Euro) gibt es an der Kulturtheke im Bürgerbüro, Markt 2, und – so lange noch vorhanden – an der Abendkasse (acht und fünf Euro).

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