Düren - „Junges Theater Düren” bringt Schulen zusammen

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„Junges Theater Düren” bringt Schulen zusammen

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Düren. Zu Beginn dieses Jahres ist unter Leitung von Ursula Keppler das neue Theaterprojekt mit dem Namen „Junges Theater Düren” für Kinder und Jugendliche mit großem Erfolg gestartet, organisiert vom Spielpädagogischen Dienst des Jugendamtes der Stadt in Zusammenarbeit mit dem Komm-Zentrum in der Pleußmühle.

Bis vor drei Jahren war Ursula Keppler Lehrerin am Gymnasium am Wirteltor, wo sie von 2001 bis Anfang 2009 Theater-Arbeitsgemeinschaften leitete.

Die dort gemachten Erfahrungen fließen in das Projekt „Junges Theater Düren” ein, das sich erstmals an Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10 aller Dürener Schulen wendet.

Wie groß das Interesse der Kinder und Jugendlichen am Theaterspiel ist, beweist die Zahl der Anmeldungen zu Beginn des Jahres. Ursula Keppler richtete statt eines Kurses zwei ein und legte eine Warteliste an.

Die zwei Gruppen mit jeweils 15 Kindern lernten von Karneval bis Ostern in fünf Doppelstunden in Form eines Schnupperkurses die Grundlagen des Theaterspiels. „Wir haben viel Improvisation, Sprech-, Bewegungs- und Konzentrationsübungen gemacht, Fantasiereisen unternommen.”

Danach mussten die Kursteilnehmer sich entscheiden, ob sie weitermachen wollten. Für sieben „Fortgeschrittene”, die bereits am Wirteltor-Gymnasium in einer Theater-AG mit Ursula Keppler Grundlagen des Spiels erarbeitet haben, wurde ein eigener Kurs ins Leben gerufen, der mit der Einstudierung des Stückes „Creeps” von Lutz Hübner befasst ist, das am 2. und 3. Oktober in der Pleußmühle im Komm-Zentrum aufgeführt werden wird. Das Komm stellt für die Proben und Aufführungen die Räumlichkeiten und die Technik zur Verfügung.

Neu an diesem Theaterprojekt, so Ursula Keppler, ist die erfreuliche Tatsache, dass hier Schülerinnen und Schüler vom Burgau-, vom Stiftischen und vom Angela-Gymnasium, vom Gymnasium am Wirteltor, vom Kreuzauer Gymnasium und der Kreuzauer Realschule sowie von den Städtischen Realschulen Bretzelnweg und Wernersstraße gemeinsam etwas lernen.

„Außerdem arbeiten wir mit anderen Einrichtungen in der Stadt Düren zusammen”, erklärt Ursula Keppler. Seit Ende der Sommerferien erhalten die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler, die das Stück „Creeps” erarbeiten, Unterricht im Hip-Hop-Tanzen durch eine Dürener Tanzschule. Marija Bardenberg,

ehemalige Ballettlehrerin an der Musikschule Düren, macht Bewegungsunterricht mit den Kindern und Jugendlichen aller Theatergruppen. Die Medien-Gruppe im Papst-Johannes-Haus sorgt bei der Aufführung von „Creeps” im Oktober für die dazu notwendigen Videoeinspielungen.

„Ich finde es schön, dass dieses Projekt so in die Stadt hineingeht”, sagt Ursula Keppler mit sichtlicher Freude. „Wir hatten einen Super-Start.”

Nach den Sommerferien mussten sich die Kinder und Jugendlichen in den beiden anderen Gruppen entscheiden, ob sie weiter dabei bleiben und jeweils ein Stück einstudieren, das im Frühjahr 2010 aufgeführt wird.

„Bei der Erarbeitung eines Stückes lege ich großen Wert darauf, dass die Kinder viel selber entwickeln”, betont Ursula Keppler, die sich nicht als Regisseurin sondern als Spielleiterin definiert.

Das gute Miteinander in der Gruppe, das ständige Entwickeln von Kreativität und Fantasie steht neben dem Handwerkzeug wie Sprech- und Bewegungsübungen im Vordergrund des Projektes. „Deshalb gibt es keine Bewertung durch Noten wie in der Schule, nur durch Applaus.”
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