Kreuzau - Junges Orchester Kreuz: Fruchtbare Kooperation seit 30 Jahren

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Junges Orchester Kreuz: Fruchtbare Kooperation seit 30 Jahren

Von: Bruno Elberfeld
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Im Mittelpunkt des Abends stand neben der Musik Dirigent John Kikken. Foto: Bruno Elberfeld

Kreuzau. Fazit: Fantastisch, professionell, eine Show mit facettenreicher Musik, Bilder, bewegt und unbewegt, Talkrunden mit Informationen, Witz und Humor. Wo? In der Kreuzauer Festhalle, wo das Jugendorchester Kreuzau und das „Junge Orchester Kreuzau“ (JOK) ihr traditionelles Frühjahrskonzert in einem proppenvollen Saal feierten.

In diesem Jahr kamen außergewöhnliche Ereignisse hinzu. Es wurde geehrt. Zunächst zwei Musiker des JOK: Eva Scherbart, Klarinette, seit zwei Jahrzehnten Klarinettistin im Orchester, Marcus Steffens, Posaune, gar 35 Jahre. Sie wurden gemeinsam mit Dirigent John Kikken feierlich ausgezeichnet.

John Kikken leitet das Blasorchester seit 30 Jahren. Es sei ein seltenes Jubiläum in dieser schnelllebigen Zeit, so betonten die Laudatoren, Vorsitzender Heinz Schäfer, Geschäftsführerin Regina Küpper, Trompeter Thomas Steltzner und Talkmaster Felix Piepenhagen, in ihren würdigen und humorvollen Wortbeiträgen.

Der Konzertbesucher wurde mit – so ist es bei den meisten Blasorchestern Usus – einem Marsch in Stimmung gebracht. Beim diesjährigen Frühlingsfest war es der Fliegermarsch. „Mit diesem Marsch“, so erinnerte sich der niederländische Musiker, „habe ich auf dieser Bühne vor 30 Jahren meine Karriere beim JOK begonnen.“ Damals, so erinnerten sich einige ältere Semester in der Pause, hätte das noch etwas anders geklungen, nicht so „voll und gewaltig, nicht so perfekt und professionell wie heute“.

Kikken, der zu den einzelnen Musikblocks Einblicke in die Arbeit mit dem JOK gab, indem er immer wieder auf Rückblick schaltete, ohne die Ausblicke zu vernachlässigen, gab Geschichten aus 30 Jahren zum Besten. Worte, Fotos und bewegte Bilder trugen zum Verständnis eine Menge bei. Viel Beifall und herzhaftes Lachen begleitete die USA-Reise des Orchesters 2006. Bilder, Anekdoten, die Konzerte im Städtchen Cambridge, der Besuch Washingtons könnten zu einem abendfüllenden Programm werden. Doch im Mittelpunkt stand bei diesem Jubelkonzert natürlich die Musik. „In the Mood“, die weltberühmte Komposition von Glenn Miller kam gewaltig rüber, perfekt jeder Ton. Big-Band-Feeling in der Kreuzauer Festhalle, ein kleiner Wahnsinn. Auch andere Reisen wie nach Österreich mit Melodien von Robert Stolz zauberten in die Mienen der Männer und Frauen im Saal ein Lächeln.

Unvergesslich werden Gespräche mit dem eloquenten Talkmaster Felix Piepenhagen bleiben. Großes Kino mit der Verteilung kleiner Popcorn-Tütchen vermittelten einen Hauch von „Großem Kino“. „Spiel mir das Lied vom Tod“, „Sister Act“ an der Wand hinter den Musikern, das Orchester dabei im Takt mit den Rhythmen auf der Leinwand. Warum er denn vor 30 Jahren gekommen sei, wurde Kikken gefragt. Antwort: „Ich wollte immer schon mal nach Kreuzau kommen.“

Eingestimmt in das Frühlingskonzert hatte das Jugendorchester der Musikschule Kreuzau unter der Leitung von Ruth Kniprath. Auch hier sind große Fortschritte zu verzeichnen. Der Nachwuchs für das große Orchester ist auf Jahre gesichert.

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