Düren - Junge Dürenerin wurde erdrosselt

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Junge Dürenerin wurde erdrosselt

Von: Ingo Latotzki
Letzte Aktualisierung:

Düren. Die seit Ende Februar vermisste Stephanie K. aus Düren ist erdrosselt worden. Ein 43 Jahre alter Mann aus Nideggen hat ein Geständnis abgelegt; gegen ihn wurde am Freitag Haftbefehl erlassen, sagte Oberstaatsanwalt Robert Deller den „DN“. Wie am Freitag schon kurz gemeldet, hatte die Polizei die Leiche der jungen Dürenerin in der Wohnung des 43-Jährigen in Nideggen-Berg gefunden.

Stephanie K. und der mutmaßliche Täter waren befreundet und führten gemeinsam einen Dienstleistungsbetrieb. Das Motiv für die Tat konnte die Staatsanwaltschaft Freitag noch nicht nennen. Die Vernehmungen hätten gerade erst begonnen, sagte Robert Deller.

Fest steht, dass Stephanie K. bereits am Tag ihres Verschwindens am 28. Februar getötet wurde. Zwei Tage später meldeten sie ihre Eltern als vermisst. Die Polizei begann mit Ermittlungen und wurde auch bei ihrem Geschäftspartner in Berg vorstellig. Da war Stephanie K. bereits tot und lag in dessen Wohnung. Da die Polizei zu diesem Zeitpunkt aber keine Anhaltspunkte für eine Straftat sah, sei die Wohnung nicht durchsucht worden, so die Staatsanwaltschaft.

Erst eine Woche nach dem Verschwinden des Opfers, am 8. März, wies die Polizei über die Medien darauf hin, dass die Dürenerin vermisst wird. Zwischenzeitlich hatten die Eltern Hilfe bei einem Verein gesucht. Es handelt sich um den Medical Service Düren, der nicht nur medizinische Betreuung bei Veranstaltungen bietet, sondern auf in Vermisstensachen tätig wird. Wie der Gründer, Dennis Ruland, am Freitag den „DN“ sagte, hätte sein Verein mit zirka 25 ehrenamtlichen Helfern seit dem 1. März nach Stephanie K. gesucht.

Gleichzeitig wurde ihr Verschwinden auch im sozialen Netzwerk Facebook publiziert. Es gab zahlreiche Stellungnahmen und Kommentare. „Wir haben die Familie täglich betreut“, sagte Dennis Ruland. Die Eltern seien von Anfang an in großer Sorge gewesen. Stephanie K. sei nie lange weg gewesen, hätten sie ihm gesagt, berichtete Dennis Ruland. Die 24-Jährige wohnte noch zu Hause.

Als die Polizei durch Hinweise und Auswertung von Telefondaten ermitteln konnte, dass Stephanie K. und der mutmaßliche Täter ein Treffen für den 28. Februar vereinbart hatten, konnte die Tat aufgeklärt werden.

Die Staatsanwaltschaft stellte klar, dass die Polizei bei Vermissten erst dann die Medien einschaltet, wenn etwa ein Verbrechen nicht ausgeschlossen werden kann. Es könne, vor allem bei Erwachsenen, immer sein, dass sich ein Mensch bewusst entscheide, ohne Nachricht zu verschwinden, was grundsätzlich nicht strafbar sei. Oberstaatsanwalt Deller: „Deshalb zögert die Polizei zunächst, mit Foto und Personalien in die Öffentlichkeit zu gehen.“

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