Jugendhaus erwacht zu neuem Leben

Von: Dietmar Engels
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Sie freuen sich auf die Neueröffnung des Jugendhauses: Die Mitglieder des Jugendbeirates, Pfarrerin Susanne Rössler von der Evangelischen Gemeinde und der Leiter des Hauses, Slawa Vorster (links). Foto: Dietmar Engels

Nörvenich. Über ein Jahr lang war das beliebte Jugendhaus „Palaver” in der Hirtstraße in Nörvenich geschlossen. In dieser Zeit mussten die jungen Nörvenicher sich ein- bis zweimal in der Woche mit dem Jugendbus „Wilde 13” begnügen. Bald ist die „Durststrecke” vorbei.

Voraussichtlich Anfang Juni erwacht das Jugendhaus zu neuem Leben. Geschlossen werden musste das Jugendhaus seinerzeit, weil der Träger - der Verein zu Förderung der Jugend - mangels ausreichender Mitgliederbasis aufgeben musste. Rat und Verwaltung bemühten sich in Zusammenarbeit des auch für Nörvenich zuständigen Kreisjugendarbeit nach Kräften um eine Ersatzlösung - mit Erfolg.

Die Trägerschaft wurde öffentlich ausgeschrieben und es gab mehrere Angebote. Die Evangelische Gemeinde zu Düren machte dabei mit einem überzeugenden Konzept das Rennen. Zwar fehlen noch letzte formelle Beschlüsse der politischen Gremien der Gemeinde Nörvenich und des Kreises Düren, doch niemand hat mehr Zweifel, dass die Sache klargeht. Der Wiedereröffnung scheint nichts mehr im Wege zu stehen.

Für die Leitung des Jugendhauses hat die Evangelische Gemeinde, die in Nörvenich auch ein eigenen Gemeindehaus unterhält, den Pädagogen Slawa Vorster (47), der viele Jugendliche aus der Gemeinde Nörvenich durch seine bisherige Tätigkeit beim Sozialdienst Katholischer Frauen kennt. Zusammen mit Pfarrerin Susanne Rössler stellte er sich jetzt „vor Ort” den Mitgliedern des Nörvenicher Jugendbeirates vor. Ob das Haus übrigens weiterhin „Palaver” heißen wird, ist eher unwahrscheinlich. Palaver bedeutet nämlich lange Diskussionen ohne greifbares Ergebnis - und das ist für eine Jugendeinrichtung sicher keine passende Strategie. Die Mädchen aus dem Jugendbeirat wollen zusammen mit den künftigen Nutzerinnen und Nutzern nach einem besseren Namen suchen.

Die Evangelische Gemeinde will „verlässliche Öffnungszeiten” sicher stellen. Das Haus soll an mehreren Tagen in der Woche Angebote machen. Auch wird der Leiter „aufsuchende Jugendarbeit” in Nörvenich leisten, das heißt die Orte und Plätze aufsuchen, an denen junge Leute gerne zusammen kommen - und dabei nicht immer auf uneingeschränktes Wohlwollen treffen.

Das Jugendhaus ist weitgehend in Ordnung. Dennoch müssen kleinere Reparaturen vorgenommen werden. Die Nachwuchspolitikerinnen aus dem Jugendbeirat sagten bei dem Ortstermin ihre Mitarbeit zu. Mitmachen wird zum Beispiel auch der Pensionär Erwin Reimann (61), der schon längere Zeit ehrenamtlich die Arbeit der Evangelischen Gemeinde in Nörvenich unterstützt.

Vorster wird als einziger „Hauptamtlicher” auf Hilfe angewiesen sein. Es werden deshalb sowohl engagierte Jugendliche als auch Erwachsene gesucht, die bei der Betreuung der Besucherinnen und Besucher des Jugendhauses helfen.

Darüber hinaus sind natürlich Sponsoren jedweder Art herzlich willkommen. So will zum Bespiel das geplante Fest zur Eröffnung finanziert werden - von späteren besonderen Angebot ganz zu schweigen.

Wer das Nörvenicher Jugendhaus unterstützen will, kann sich an Pfarrerin Susanne Rössler wenden, die unter der Dürener Telefonnummer (02421) 971076 zu erreichen ist.
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