Düren - Jugendfilmfestival: Mit der Zeitmaschine ins Jahr 2500

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Jugendfilmfestival: Mit der Zeitmaschine ins Jahr 2500

Von: Sandra Kinkel
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Philipp Lenhart (3.v.l.) aus Düren will später einmal Regisseur werden. Im Augenblick dreht der 14-Jährige seinen ersten eigenen Kurzfilm für das „Euregionale Jugendfilmfestival“. Foto: Sandra Kinkel

Düren. Philipp Lenhart ist einer, der ganz genau weiß, was er will. Der 14-jährige Schüler des Stiftischen Gymnasiums möchte Regisseur werden. Das steht fest. Und genau deswegen dreht Philipp an der alten Glashütte in Düren auch gerade seinen ersten Streifen. „2500“ soll der 15-minütige Kurzfilm heißen, der im November beim „Euregionalen Jugendfilmfestival“ in Roermond gezeigt wird.

„Ich finde es einfach toll, Geschichten umzusetzen“, erklärt Philipp, warum Regisseur sein Traumberuf ist. „Als Regisseur ist man ein bisschen auch ein bildender Künstler. Man kann einen Schritt zurücktreten und sein Werk von außen betrachten.“

Das Drehbuch zu Philipps Kurzfilm hat Adrian Drautzburg (17) geschrieben, die beiden Jungs sind Mitglied des „Jungen Theaters Düren“ unter der Leitung von Ursula Keppler. „Mein Buch“, erzählt Adrian, „handelt von Ben und Alex, die mit einer Zeitmaschine ins Jahr 2500 reisen.“ Die alte Glashütte, so Adrian, sei als Kulisse für seinen Film geradezu ideal. „Ich stelle mir vor“, sagt Adrian Drautzburg, „dass es im Jahr 2500 auf der Welt ziemlich karg ist, nur noch wenige Menschen leben, weil es noch einige Kriege gegeben hat. In meiner Fantasie sieht es dann wirklich so aus wie hier in der Glashütte.“

Für seinen ersten Film hat Philipp Lenhart Sponsoren gesucht, 1200 Euro hat er zusammen bekommen. Seine fünf Schauspieler und Kameramann Thommy Mann hat er über eine spezielle Internetplattform für Filmschaffende gefunden. „Ich kann Fahrt- und Übernachtungskosten zahlen“, sagt Philipp. „Aber sonst nichts.“ Seine Schauspieler seien noch Studenten, so Philipp. „Und der Kameramann macht mit, weil ihm unser Projekt gefällt, und er uns unterstützen möchte.“

Autoritätsprobleme hat der 14-Jährige keine. „Natürlich lassen sich die anderen von mir etwas sagen“, so Philipp selbstbewusst. „Das ist ja mein Film. Aber umgekehrt nehme ich natürlich auch Tipps an.“ Seine Erfahrungen, erklärt Philipp, habe er beim Theaterspielen gesammelt. „Außerdem habe ich schon einmal die Hauptrolle in einem Kurzfilm gespielt. Da habe ich mir auch viel abgeguckt.“ Philipp Lenhart mag Filme aus den 70er und 80er Jahren, sein absoluter Lieblingsfilm ist „Lawrence von Arabien“. „Das ist natürlich ein richtiger Monumentalfilm. Das finde ich toll.“

Davon ist der Kurzfilm natürlich meilenweit entfernt. Insgesamt hat Philipp Lenhart für „2500“ drei Drehtage angesetzt. „Zwei Tage drehen wir an der Glashütte“, so Philipp, „und am letzten Tag kurz in Wollersheim in der Eifel.“ Danach geht der Film zu einem professionellen Schnittmeister (Cutter) nach Köln. „Der macht zuerst die Rohfassung“, sagt Philipp Lenhart. „Aber wenn es dann später an die Feinarbeit geht, dann bin ich natürlich dabei.“ Der Nachwuchs-Regisseur weiß eben, was er will.

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