Jürgen B. Hausmann trifft den Nerv seiner Zuhörer

Von: ale
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Jürgen B. Hausmann hatte sein Publikum in der Dürener Arena fest im Griff. Herrliche Szenen aus dem Alltag. Foto: Anneliese Lauscher

Düren. Sie hatten sich so sehr auf Jürgen B. Hausmann gefreut, dass die Terminverschiebung dem Besucherstrom keinen Abbruch tat: Die Arena Kreis Düren war voll besetzt mit erwartungsvollen Menschen aus weitem Umkreis, als der Komödiant aus Alsdorf mit seinem Programm „Isch glaub et disch” einlud.

An den Autokennzeichen ließ sich ablesen, dass er hier so etwas wie ein Heimspiel und keine Verständigungsschwierigkeiten haben würde: Die meisten waren aus den Kreisen Aachen, Heinsberg, Euskirchen und Düren gekommen.

Die hatten kein Problem damit, dass das „J” der wichtigste Buchstabe im rheinischen Alphabet ist; alles, was „juht” ist, fängt mit Jott an: „juhte Butter”, „Jehax” und „juhjeln”. Schallendes Gelächter war zu hören, und es dauerte nicht lange, da mussten einige Damen zum Taschentuch greifen, um sich die Lachtränen abzuwischen.

Wie Jürgen B. Hausmann gesunden Menschenverstand und eine pfiffige Beobachtungsgabe mit einer guten Portion Selbstironie und unverkennbarem Öcher Slang mischt, das ist vielleicht die Rezeptur, Junge und Ältere, Männer und Frauen gleichermaßen zu begeistern. Wenn zum Beispiel „dä Auto” in Reparatur muss und der Besitzer sich anstrengt, die gequälten Geräusche des Anlassers nachzuahmen, da bleibt kein Auge trocken.

Er weiß auch, was Frauen sagen, wenn der beschwipste Gatte einen Witz erzählen will; eifriges Nicken und Lachsalven im Publikum beweisen, dass er Recht hat und man sich in der witzigen Schilderung wiederfindet. Über den Fitnesswahn lässt Hausmann sich aus: Aus der kleinen Kneipe nebenan ist ein Fitnesslokal geworden, da sitzen Männer beim Skat und knabbern Möhren! Nun hat das Lied „Die kleine Kneipe” einen neuen Text, und jetzt tritt Harald Claßen in Aktion, der Musikus. Meisterlich begleitet er seinen Freund am Keyboard, wenn es harmonisch klingt, stellt Jürgen fest: „Ja, da haste Spaß dran!” Dem Publikum teilt er mit: „Wir zwei lachen uns jeden Abend kaputt.”

Als Lateinlehrer kann er von Ausflügen mit Schülern nach Rom berichten, da kommt man aus dem Staunen nicht heraus. „Das sind ja heute janz andere Schüler”, weiß der Lehrer und hat ein paar herrliche Szenen aus dem Reisebus parat. Überhaupt haben sich die Zeiten sehr geändert: An den Umgang mit PC und Geldautomaten muss Hausmann sich noch gewöhnen, da passt der „Kriminaltango”, der mit Harry Claßen zu einem wunderbaren Duett wird.

Ungern entließ das Publikum den Meister nach dreistündigem Programm, Jürgen B. Hausmann hatte sich in Hochform präsentiert.
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