Kreis Düren - Josef Wirtz wird MdL Nummer 5

Josef Wirtz wird MdL Nummer 5

Von: oha/bugi
Letzte Aktualisierung:

Kreis Düren. Tief in der Nacht zu Montag war es, da konnte auch Christdemokrat Josef Wirtz durchatmen: Trotz der Niederlage gegen SPD-Mann Peter Münstermann zieht Wirtz über die Reserveliste in den Landtag ein - und ist damit der fünfte MdL, der den Kreis neben Münstermann, Rolf Seel, Gudrun Zentis und Ingola Schmitz in Düsseldorf vertreten wird.

Wirtz war von der CDU auf Listenplatz 32 gesetzt worden. „Die Liste zog wegen der vielen Überhangmandate bis Platz 44”, freute sich Wirtz am Montag. Weniger Glück hatte Liesel Koschorreck von der SPD, die knapp scheiterte. „Es war ein Versuch”, sagt Liesel Koschorreck. Einer, der nicht ganz geklappt hat.

Erstmals hatten die Grünen dazu aufgerufen, bei der Wahl mit der Erststimme die SPD-Kandidatin zu wählen. Damit konnten sich die Grünen-Wähler offenbar nur begrenzt anfreunden. 9,4 Prozent gab es für die Grünen bei der Zweitstimme, noch satte 7,7 Prozent bei der Erststimme. Wären knapp 2,5 Prozent der Grünen-Wähler der Parteiempfehlung gefolgt, hätte auch Liesel Koschorreck die Sensation geschafft und Rolf Seel den Wahlkreis abgenommen. Dabei ist Koschorreck mit ihrem deutlichen Stimmenzuwachs mehr als zufrieden. „Das Ergebnis insbesondere in Düren ist durchaus auch ein persönlicher Erfolg für mich und macht uns mit Blick auf die Kommunalwahl Mut.”

Nicht ganz ausgeschlossen ist übrigens, dass Koschorreck im Laufe der Legislaturperiode noch in den Landtag nachrückt. Auf der Reserveliste ihrer Partei sind nur zwei Kandidaten vor ihr platziert.

Zu den strahlenden Siegerinnen zählt natürlich Gudrun Zentis von den Grünen, die - beim letzten Mal nur denkbar knapp gescheitert - jetzt dem Landtag angehört. Das bedeutet für sie deutlich Mehrarbeit. Immerhin sitzt sie bereits im Nideggener Stadtrat und ist zusätzlich Vorsitzende der Kreistagsfraktion. Wird sie eines dieser beiden Ämter abgeben? „Ich werde erst mal sehen, was an Arbeit im Landtag auf mich zukommt und mich dann mit den Parteifreunden im Kreis und in Nideggen beraten”, so Zentis.

„Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen, so aufgeregt war ich”, sagte Ingola Schmitz am Montagmorgen. Die 49-Jährige FDP-Politikerin hatte überraschend über die Reserveliste den Einzug in den Landtag geschafft. Glückwünsche hatte es noch am Abend von ihren Parteifreunden sowie Ehemann und Sohn (12) gegeben.

Weniger glücklich habe sich ihr Schulleiter von der Europaschule in Kerpen gezeigt, berichtete sie. Der müsse nun auf seine Lehrerin der Fächer Deutsch, Religion und Musik verzichten. Schmitz: „Die Abi-Prüfungen ziehe ich aber noch durch.” Die Parteikarriere von Ingola Schmitz verlief kometenhaft. Erst 2009, kurz vor der Kommunalwahl, trat sie in die FDP ein. „Ich habe mir die Programme der Parteien genau angeschaut. Die FDP stand für mich für Freiheit und Bürgerrechte und weniger staatliche Eingriffe.” Ihr Mandat im Gemeinderat von Nörvenich will sie weiter ausüben. Sie freut sich auf ihre Aufgaben in Düsseldorf: „Ich glaube, das wird eine spannende Arbeit.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert