Jedes Rennen gewonnen

Von: Guido Jansen
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Vom Start weg fahren die Motocross-Asse in Kleinhau noch dicht an dicht. Schon wenige Meter später zieht sich das Feld auseinander. Foto: Guido Jansen

Hürtgenwald. Für die Motocrosser des MSC Kleinhau endet ein erfolgreiches Jahr. „Wir haben in diesem Jahr viele gute Platzierungen heraus gefahren”, sagte der Vorsitzende Adrian Braun während des Herbst-Rennwochenendes auf dem Raffelsberg, der Heimatstrecke des MSC.

Eine ganze Reihe von Meistern konnten sich am Wochenende von den Zuschauern feiern lassen. Gut 2000 waren am Sonntag gekommen. „Wir sind mit den Besucherzahlen in diesem Jahr sehr zufrieden”, so Braun. Beim traditionell besser besuchten Frühjahresrennen im Mai waren 8000 Zuschauer zu Besuch.

Ihren zweiten Titel in der nationalen Seitenwagen-Konkurrenz haben Fahrer Christian Hentrich (30) und Beifahrer Stephan Effertz (27) gewonnen. 2008 hatte das Gespann schon einmal gesiegt. Diesmal war der Meistertitel eine Demonstration der Dominanz. Hentrich/Effertz haben jedes Rennen in dieser Saison gewonnen. In der Europameisterschaftswertung liegt das Kleinhauer Duo auf Platz sechs.

„Besonders stolz sind wir auf das Rennen in Bitburg am vorvergangenen Wochenende”, berichtete Effertz. „Da waren wir, obwohl wir 30 Sekunden Rückstand hatten, noch vorne.” Seinen ersten Erfolg hat Hans Georg Simons erlebt. Der MSC-Fahrer aus Obermaubach hat in der Oldtimer-Konkurrenz Twin Shock die Meisterschaft gewonnen. „In einer Sache war ich schon vorher Meister”, so der 51-Jährige. „Im Schrauben und Putzen.” Motocrosser pflegen ihre Maschinen sehr intensiv. Nach jedem Renn-Wochenende wird das Zweirad zerlegt und von jedem Dreck gereinigt. Die Fahrer eines alten Schätzchens sind dabei besonders sorgfältig. Simons fährt eine Maiko 490, Baujahr 1981 mit besonders hohem Sammlerwert.

Mehr Routine bringt Hubert Heck (49) mit. Der MSC-Pilot aus Monschau heimste in dieser Saison seinen vierten Titel in der Veteranen-Klasse ein. Und das so deutlich, dass er sich leisten konnte, beim Heim-Rennen aus Verletzungsgründen zu passen, ohne dass der Titel noch einmal in Gefahr geraten ist. „Damit bin ich ganz zufrieden”, lautete die von einem leichten Lächeln untermalte Einschätzung Hecks.

Ganz nach oben auf das Podium hat es ein junges MSC-Talent noch nicht geschafft. Mit 15 Jahren ist Lisa Sophia Wirtz aus Vossenack das jüngste MSC-Mitglied, das es in dieser Saison auf das Podium einer Senioren-Konkurrenz geschafft hat. In der Rennserie der Damen ist die junge Frau aus Vossenack auf Rang drei vorgefahren. Damit hat sie eines bewiesen: Nicht auf das Alter kommt es an, sondern auf die Erfahrung. Die Vossenackerin fährt seit ihrem fünften Lebensjahr Motocross. „Ich mag das Spiel mit dem Risiko und das Adrenalin, das ich beim Fahren spüre”, berichtete die MSC-Fahrerin.
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