Düren - Jeder Taxifahrer kennt Heimbach

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Jeder Taxifahrer kennt Heimbach

Von: Ingo Latotzki
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Sehen optimistisch in die Zukunft: Klaus Huneke, Peter Michels, Rolf Lancé, Wilhelm Kayser und Dr. Georg Schmidt (von links). Foto: Ingo Latotzki

Düren. Wer in Düren am Bahnhof ankommt und einem Taxifahrer Heimbach als Ziel angibt, hat gute Chancen, nicht in die kleinste Stadt in Nordrhein-Westfalen in der Eifel, sondern nach Mariaweiler gefahren zu werden. Heimbach ist in Düren ein Begriff.

Seit Jahrzehnten. Wenn nicht länger. Dieses Jahr feiert das Traditionsunternehmen seinen 200. Geburtstag.

1811 wurde die Firma in der Oberstraße 14 gegründet. Thomas Joseph Heimbach war es und er wusste damals wohl kaum, dass aus seinem Betrieb, an den heute in der Oberstraße noch eine Bronzetafel erinnert, ein weltweit operierendes Unternehmen werden würde.

Heimbach stellt Bespannungen für Papiermaschinen her, unter anderem. Dieser Zweig, so erzählt es am Donnerstag der Vorsitzende der Geschäftsführung, Klaus Huneke, ist der bedeutendste überhaupt. Peter Michels, Mitglied der Geschäftsleitung, nickt. Weltweit gebe es rund 7500 moderne industrielle Papiermaschinen. 5000 davon beliefert Heimbach aus Mariaweiler. Entsprechend hat das Unternehmen Standorte auf der ganzen Welt.

Die Kernmärkte, sagt Klaus Huneke, seien Europa und China. Neben den Bespannungen für Papiermaschinen gehören Filterelemente und Technische Textilien zu den Geschäftsbereichen der Heimbach Gruppe.

Der Betrieb ist heute noch ein Familienunternehmen. Es gehört 20 in ganz Deutschland lebenden Gesellschaftern. Die 650 Mitarbeiter in Düren zeichne eine hohe Verbundenheit zum Unternehmen aus. Die Fluktuation sei gering, sagte Klaus Huneke und schaute am Donnerstag beim Pressegespräch nach rechts und links. Seine Kollegen aus der Geschäftsleitung sind teilweise viele Jahre dabei, er selbst führt die Gruppe seit 1990. Der Betriebsratsvorsitzende Rolf Lancé ist seit 1968 in der Firma. Oder Wilhelm Kayser. Der Kaufmännische Mitarbeiter in der Fertigungssteuerung lebt gewissermaßen Heimbach. Einige Generationen seiner Familie waren für den Betrieb tätig, mehr als 100 Jahre können gesichert belegt werden. Möglicherweise reicht die Verbundenheit noch weiter zurück.

Das Jubiläum, 200 Jahre Heimbach, wird im Juni mit einem Fest für die ganze Belegschaft plus Pensionäre gefeiert - auf Schloss Burgau. Dass die Ruheständler dabei sind, betont die Geschäftsführung extra. Aus gutem Grund: Die Pensionäre werden regelmäßig eingeladen und zu runden Geburtstagen besucht. Auch das schaffe eine hohe Verbundenheit.
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