Düren - Jeck und gebildet: Michael Euler-Schmidt ist neuer „Lehrer Welsch”

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Jeck und gebildet: Michael Euler-Schmidt ist neuer „Lehrer Welsch”

Von: mv
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Professor Dr. Herbert Schmidt,
Professor Dr. Herbert Schmidt, Dr. Michael Euler-Schmidt und Bernd Bezani Foto: Margret Vallot

Düren. Ein neuer „Lehrer Welsch” ist gefunden, und er ist wahrlich ein kluger Mann. Den Eindruck musste man am Montag bei der Vorstellung gewinnen, als Professor Dr. Herbert Schmidt den Neuen präsentierte.

Am 22. Januar ist es soweit, da gehen ab 11 Uhr im Haus der Stadt zwei neue Semester der Närrischen Akademie über die Bühne, und den Lehrer macht in diesem Jahr kein geringerer als Dr. Michael Euler-Schmidt. Er ist im Zivilleben im Kölner Stadtmuseum Leiter der Abteilung, die sich tagaus, tagein mit der Erforschung und Pflege des städtischen Brauchtums befasst.

Klar: Ein Mann, dem die Kölner so einen wichtigen Posten anvertrauen, der kann sich auch in Düren sehen lassen. Herbert Schmitz als Präsident der KG „Närrische Nord Dürener 1966” ist Initiator der Akademie und seit Beginn auch ihr Pedell. Er erklärte, dass Langzeitstudenten und Erstsemester zusammen studieren, und dass es „so ne Quatsch wie Bachelor und Master” dort nicht gibt.

Das 15. und 16. Semester sind an einem Tag zu erledigen, und Euler-Schmidt wird nicht nur mehrere kleine Vorträge halten und Bilder an die Wand projizieren, er bringt auch noch Gäste mit: Das Duo Schlabber und Latz, das mit einem lustigen Zwiegespräch den Studenten beibringen soll, „dass im Karneval nicht nur das Singen wichtig ist, sondern auch das Sprechen”.

Der neue Lehrer hat viele Bücher geschrieben: Über Maskenzüge und Rosenmontagszüge, außerdem einen Führer durch das Kölner Karnevalsmuseum. Er besucht Kongresse zur Erforschung des Karnevals und möchte, „dass man sich mit dem Brauchtum im Rahmen von Universitäten befasst und auf hohem Niveau”.

Karnevalsveranstaltungen seien theatralische Inszenierungen, die es in sich haben. Auch will er erklären, wie alles mit dem ersten Rosenmontagszug in Köln angefangen hat und wie - ruckzuck - Städte wie Aachen und Düsseldorf ebenfalls Züge aufstellten.

Euler-Schmidt wird auch über typische Kölner Masken sprechen. Und wann und wie sich die Grundstrukturen im rheinischen Karneval entwickelt haben, und warum es ein Dreigestirn gibt. 400 Studienplätze gibt es in der Akademie, Karten sind bei Bernd Bezani, dem Vorsitzenden der KG, Tel. 02421/45 119, unter kontakt@kg-nnd.de und unter www.kg-nnd.de zu haben.
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