Düren - Jazz, Pop und ein Ausflug zu Frédéric Chopin

Jazz, Pop und ein Ausflug zu Frédéric Chopin

Von: Sandra Kinkel
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Krönender Abschluss: Barbara Dennerlein begeisterte bei ihrem Konzert in der Christuskirche. Foto: Sandra Kinkel
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Saxofonistin Angela Puxi begeisterte bei den 24. Dürener Jazztagen. Foto: Sandra Kinkel
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Das Orchester „Muckefuck“ überzeugte sein Publikum. Foto: Sandra Kinkel
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Für „Brassballett“ aus Hamburg gab es bei den 24. Dürener Jazztagen jede Menge Applaus. Foto: Sandra Kinkel

Düren. Perfekter hätte der Schlussakkord der 24. Dürener Jazztage nicht sein können. Organistin Barbara Dennerlein, die in diesem Jahr bereits zum dritten Mal in Düren zu Gast war, präsentierte mit dem Gitarristen Hernan Romero und dem Ex-Santana Percussionisten Rodrigo Rodriguez in der Christuskirche ihr neues Latin-Jazz-Projekt.

Die Stimmung in dem Gotteshaus war einzigartig, und die Musik war es auch. „Das wird eine spannende Sache“, hat Barbara Dennerlein den rund 550 Menschen in der Kirche versprochen. „Weil wir alle unsere Emotionen und unsere Spielweise einbringen.“ Unglaublich virtuos und temperamentvoll entlockte Dennerlein der kleinen Hammond-Orgel swingende Klänge. Südamerikanisch wurde der Abend vor allem durch die Gitarrenklänge von Romero, der eigens aus New York zu dem Konzert nach Düren gekommen war.

Aber das komplette Jazztage-Wochenende konnte sich sehen oder besser hören lassen. Nach einem tollen Abend mit Inga Rumpf am Freitag begeisterte beim Stadtwerke-Abend am Samstag die Hamburger Truppe „Brassballett“ auf der großen Bühne am Kaiserplatz. Rund 2500 Musikfreunde feierten mit den elf Vollblut-Musikern, die mindestens genauso gut tanzen wie musizieren können. Dabei wirbelten die Musiker von „Brassballett“ nicht nur ihre Beine ziemlich gekonnt durcheinander, sie spielten auch mit den verschiedenen Musikrichtungen. Es gab Jazz, Pop und Funk, es gab aber auch ein „Nocturne“ von Frédéric Chopin und einen kurzen Abstecher in die Titelmelodie von Biene Maja. „Ich bin total begeistert von dieser Band“, so Anke Hofer aus Düren. „Die haben genug Puste, um perfekt mit Trompete, Saxofon und Posaune umzugehen, und legen gleichzeitig noch eine perfekte Choreographie hin. Das macht einfach Spaß, denen zu zu gucken.“

Spaß hatten auch die unzähligen Menschen, die am Samstagabend bei der Kneipentour unterwegs waren. „Für mich“, sagt Jacqueline Petermann aus Nideggen, „ist die Kneipentour das Herzstück der Dürener Jazztage, weil man hier auch wirklich Jazz serviert bekommt – in einer ziemlich intimen Atmosphäre. Das mag ich besonders.“ Viele waren ins Leopold-Hoesch-Museum gekommen, wo Angela Puxi (Saxofon) und Volker Dorsch (Piano) Smooth und Electro-Jazz, aber auch Popmusik spielten. Die Saxofonistin mit sardischen Wurzeln begeisterte dabei vor allem mit einem leichten und schnörkellosen Spiel, einer sehr ausgefeilten Technik und ganz viel Musikalität. Sehr schnell war das Café des Museums voll besetzt, und auch in der Innenstadt war jede Menge los. So viel, dass zwischendurch sogar auf den Bürgersteigen und auf dem Marktplatz getanzt wurde.
Swing in der Stadtgärtnerei

Zum ersten Mal wurde auch die „Alte Stadtgärtnerei“ an der Valencienner Straße im Rahmen der Jazztage zum Konzertsaal umfunktioniert. Die Chefärzte des Dürener Krankenhauses hatten gemeinsam mit dem Lions-Club Kreuzau-Rureifel und Distrikt-Governor Hermann-Josef Weingartz zu einem gemütlichen Vormittag mit dem Jazz-Orchester „Muckefuck“ eingeladen. Die Musiker aus Neuss haben sich dem Jazz der 20er und 30er Jahre verschrieben und erfreuten die vielen Menschen mit Dixieland-Musik, Swing und klassischem New Orleans-Jazz. Wilhelm Th. Bröcker, Präsident des Lions-Clubs Kreuzau-Rureifel: „Dieser musikalische Frühschoppen wird von allen Lions-Clubs im Kreis Düren unterstützt. Der Erlös kommt dem ‚Internationalen Friedensdorf Oberhausen‘ zu Gute.“ Seit einiger Zeit ist das Krankenhaus Düren Partnerklinik des Friedensdorfes. Es wurden bereits Kinder aus Krisenregionen in Düren operiert. Bröcker: „Die Lions-Clubs unterstützen die Arbeit des Friedensdorfes. Und ich kann mir gut vorstellen, dass diese Konzert  der Beginn einer Tradition sein kann.“

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