Japanerin in Düren in ständigem Kontakt mit Familie

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Japanerin in Düren in ständigem Kontakt mit Familie

Von: Margret Vallot
Letzte Aktualisierung:

Japanerin in Düren in ständigem Kontakt mit Familie in Gamagori in Japan. Erdbebenhilfe aus Merzenich noch nicht angefordert.

Kreis Düren. Die Katastrophe von Japan überdeckt fast alles, was sich sonst noch ereignet. Das gilt derzeit besonders für die in Japan geborene und in Düren lebende Japanerin Kazue Farber und ihre Familie.

„Wir schauen dauernd ins Internet”, erzählt die junge Frau. Das TV-Gerät wird nicht eingeschaltet, die Bilder seien einfach zu grausam für die beiden kleinen Kinder. Kazue Farber, Gattin von Ex-„Nachrichten”-Mitarbeiter Elmar Farber, lebt seit 2007 an der Rur und hat derzeit via Internet-Telefon (Skype) ständig Kontakt mit Eltern, Geschwistern, Neffen, Nichten und Freundinnen. Die wohnen in Gamagori, „ganz weit weg vom Katastrophengebiet”, wie die junge Frau sagt.

Die Sache werde in den japanischen Medien „runtergespielt, jedenfalls bisher”. Den Eindruck hatte Elmar Farber am Dienstag noch. Die Verwandtschaft sei jedenfalls erstaunlich gelassen und kaum beunruhigt, „aber wer weiß, was mit den AKWs noch passiert?”.

Die Kreisverwaltung, das DRK und das THW im Kreis Düren sind „schon seit Freitag in einer besonderen Aufmerksamkeitsphase”, wie Peter Kaptain, Dezernent für Feuer- und Katastrophenschutz im Kreis sagt. Der Kreis habe eine Anfrage erhalten und der Bezirksvertretung und dem Land bisher nur das Team der Erdbebenrettung in Merzenich genannt. Hundestaffel und Gerät stünden dort zur Verfügung, seien aber noch nicht angefordert worden. Kaptain wird alle zwei Stunden aus Berlin über die Lage in Japan informiert.

Gut organisiert

Wolfgang Friebe vom THW Aachen/Düren und Hans Dieter Vosen, Kreisverband DRK, haben noch keine Anfragen erhalten. Vosen rechnet damit, dass in den Katastrophengebieten zunächst das Wasser knapp wird. Dann werde möglicherweise der Wasseraufbereitungs-Experte Mario Lennartz aus Schmidt angefordert, „aber das wird alles von Berlin aus koordiniert, wir müssen warten”. Vosen erklärt: „Das Japanische Rote Kreuz ist bestens organisiert und aufgestellt.”

Sollte es im Kreis Düren einen sehr spezialisierten Experten geben, der in Asien gebraucht wird, so werde genau dieser angefordert, „und den schicken wir dann auch”.
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