Janosch zieht Heimbach in seinen Bann

Von: Sandra Kinkel
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Janosch in der Heimbacher Burg. Der große Künstler war persönlich erschienen, als seine Ausstellung in der Kunstakademie eröffnet wurde. Foto: Sandra Kinkel

Heimbach. Ein Wochenende lang stand Heimbach ganz im Zeichen von Kunst und Kultur. Am Samstag trafen sich rund 120 Menschen aus der ganzen Euregio zu einem Kunst-Flashmob, um im Rahmen der Bewerbung Maastrichts und der Euregio zur Kulturhauptstadt 2018 zu zeigen, welch kreatives Potenzial in der kleinsten Stadt Nordrhein-Westfalens steckt. Und am Sonntag wurde die wunderschöne Ausstellung „Janosh – Bilder vom Leben“ in der Internationalen Kunstakademie eröffnet.

„Flashmob – kenn ich nicht!“

„Flashmob? Was ist das? Kenn‘ ich nicht!“ Janosch, alias Horst Eckert, ist 82 Jahre alt und hatte an dem Kunst-Flashmob keinerlei Interesse. Und für alle, denen es wie Janosch geht: Ein Flashmob (wörtlich übersetzt heißt das beweglicher Blitz) ist ein kurzer, spontaner Menschenauflauf auf öffentlichen Plätzen, bei denen sich die Teilnehmer persönlich nicht kennen und ungewöhnliche Dinge tun. Trifft alles auf die Kunstaktion in Heimbach zu, nur spontan war die Aktion nicht, schließlich hatten Professor Frank Günter Zehnder, Leiter der Internationalen Kunstakademie, und Kamerafrau Bernhardine Schippers jede Menge Menschen, Dozenten und Studenten der Akademie, Vertreter von Heimbacher Vereinen, aber auch Bürgerinnen und Bürger, die sich zum Beispiel mit einem Klumpen Ton auf den Parkplatz vor der Kunstakademie setzten und ein Pferd töpferten, eingeladen. Wer Lust hatte, schickte zum Schluss ein Schiffchen über die Rur nach Maastricht – mit besten kulturellen Grüßen.

300 Zeichnungen und Bilder

„Wir haben kulturell hier wirklich sehr viel zu bieten“, so Bürgermeister Bert Züll am Wochenende und nannte neben der Kunstakademie noch das Kammermusikfestival „Spannungen“ und natürlich die „Janosch“-Ausstellung. „Das ist für uns in Heimbach etwas ganz Großes, das unsere Stadt auch touristisch weiterbringt.“

Ob touristisch oder nicht – Janosch ist wirklich etwas „ganz Großes“, und das nicht nur wegen rund 300 wunderschöner, mit viel Liebe zum Detail, Witz und manchmal auch einem Stückchen Sarkasmus gezeichneter Bilder, die bis Sonntag 26. Mai, täglich in der Kunstakdemie in Heimbach (10 bis 18 Uhr, donnestags bis 22 Uhr /Eintritt für Besucher ab 17 Jahren: 7 Euro) bewundert werden können. Janosch ist etwas „ganz Großes“, weil er die Menschen aller Generationen begeistert.

Bei seiner Autogrammstunde in Düren am Samstag wollte die dreijährige Paula genauso eine kleine Janoschzeichnung in ihr „Oh wie schön ist Panama“-Buch wie Marianne Schmidt (78) aus Hoven in ihre Ausgabe von „Löwenzahn und Seidenpfote“. Und auch am Sonntag in Heimbach erfreute sich vom Kindergartenkind über den Teenager bis zum Großvater alle an einer mehr als sehenswerten Kunstausstellung, die im allerbesten Sinne Spaß macht. „Janosch kennt einfach jeder“, so Professor Frank Günter Zehnder. „Die von ihm erschaffenen Bildwelten und -wesen sind zu unverwechselbaren Markenzeichen seiner Kunst geworden.“

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