Interessante und fremde Töne im dritten Obergeschoss

Von: Ingo Latotzki
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Unter der Aufsicht zahlreicher
Unter der Aufsicht zahlreicher Schüler der GHS Birkesdorf wurde am Donnerstag die Zusammenarbeit zwischen Hauptschule und Sparkasse unterzeichnet. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Ebenso interessante wie fremde Töne waren Donnerstagmittag im dritten Obergeschoss der Sparkasse Düren zu hören. Schüler aus dem Iran, Syrien, Libanon, Kongo, USA oder Indien gratulierten in ihren Muttersprachen der neuen Kooperation zwischen der Birkesdorfer Hauptschule und der Dürener Sparkasse.

Die Schule besuchen Kinder und Jugendliche aus 31 verschiedenen Nationen. „Man hört immer, dass viele Schüler mit ausländischen Wurzeln an unseren Schulen sind. Aber so eindrucksvoll, wie das hier und heute gezeigt wurde, habe ich das noch nicht erlebt”, sagte Heinz Gehlen, Geschäfstführer Berufsbildung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen, die die Zusammenarbeit zwischen Schule und Geldinstitut unterstützt.

„Wir sind stolz auf die Kooperation”, sagte Sparkassen-Vorstand Uwe Willner. Einer der Schwerpunkte der Zusammenarbeit soll in der Berufsorientierung liegen. Die Schüler bekommen Tipps, Beratung und Hilfestellung. Sie können Bewerbungssituationen konkret in den Räumen der Sparkasse erleben.

Den Wert der Hauptschulen hob Schulleiterin Heidemarie Hardacker hervor. Die Menschen sollten sich nicht von den Klischees über Hauptschulen leiten lassen, sondern sehen, „dass wir fördern, eingliedern, helfen und beraten”. Die Partnerschaft mit ihrer Schule bezeichnete die GHS-Rektorin als „Wertschätzung durch die Sparkasse”.

Dass Schulen, die Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Herkunft aufnehmen, „hervorragende Arbeit leisten”, unterstrich am Donnerstag Schulamtsdirektor Josef Lemoine. „Wir können die GHS Birkesdorf nicht entbehren.”

Kaptain (Kreis Düren) sagte, dass die Kooperationen auch den Fachkräftemangel beseitigen sollen. „Vielleicht bekommt ihr ja eines Tages einen Ausbildungsplat6z bei der Sparkasse”, rief sie den Schülern zu.

Bevor es zur Unterzeichnung kam, boten einige Jungen und Mädchen eine Tanzdarbietung.

Der stellvertretende Dürener Bürgermeister, Rainer Guthausen, bezeichnete Partnerschaften zwischen Unternehmen und Schulen als Glücksfall. Für Schüler sei es ein „unschätzbarer Vorteil, wenn sie in Firmen hinein schnuppern können”. Die GHS Birkesdorf nannte der CDU-Politiker eine „hervorragend geführte Hauptschule”.

Kurs-Büro auch in Düren

Die so genannten Kurs-Lern-Partnerschaften sind eine Initiative der Bezirksregierung Köln, der IHK Aachen, Bonn/Rhein-Sieg und Köln sowie der Handwerkskammer Köln. Im Dürener Kurs-Büro sind die Lehrerinnen Christa Zündorf und Martia Jordan Ansprechpartnerinnen. Einige Schulen aus Düren nehmen bereits am Projekt teil.

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