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Initiative „Schulsupport” will PCs in die Schulen bringen

Von: Margret Vallot
Letzte Aktualisierung:

Düren. Die Ausstattung hiesiger Schulen mit Computern und allem, was dazu gehört, lässt manchmal zu wünschen übrig. Wer Kontakt zu Jugendlichen hat, der kennt die Klagen über mangelhafte Hard- und Software. Vor Kommunalpolitikern in Hürtgenwald erklärte jetzt Richard Schumacher, wie und warum die EDV-Ausstattung und -betreuung deutlich verbessert werden könnte.

Schumacher leitet den „Schulsupport”, den sich im Norden des Kreises Düren die Stadt Jülich mit verschiedenen Gemeinden in interkommunaler Zusammenarbeit eingerichtet hat. Dies unter dem Dach des Gebietsrechenzentrums KDVZ Rhein-Rur-Erft.

Was Schumacher und seine Mitarbeiter in Medienräumen, Lehrerzimmern und Sekretariaten vorfanden, „waren beispielsweise neue Computer, die sich nicht hochfahren ließen, alte Geräte, ein Sammelsurium von Rechnern unterschiedlichen Alters und Qualität, Klassen- und Fachräume, die nicht angebunden waren, mangelhaften Virenschutz, keine Firewall und viele andere Schwachstellen mehr”.

Erfolgreiches Konzept

Die Medienkonzeption, zunächst in Eigenregie der Stadt Jülich, funktioniert seit 2004. „Und zwar so gut, dass sich Niederzier und Titz und später auch Linnich angeschlossen haben”, so Schumacher. So werden nach einem einheitlichen und anspruchsvollen Konzept derzeit zwölf Grundschulen, ein Gymnasium, zwei Realschulen, drei Hauptschulen, eine Förderschule und 13 Kindergärten mit insgesamt 890 PC „supportet” (unterstützt).

Im Südkreis könnten sich auf Anregung der Gemeinde Kreuzau auch Kommunen zum Schulsupport zusammenschließen. Hürtgenwald, Kreuzau, Vettweiß und Nörvenich haben dies für sich überprüft. Die beiden zuletzt Genannten haben allerdings schon abgelehnt. Angeboten werden beispielsweise den Schulen in Hürtgenwald Wartung, Unterhaltung, Fehlerbehebung, Installation und Konfiguration.

Hinzu kommt Beratung zu allen Fragen im Bereich EDV, umfassende Netzwerkbetreuung (LAN, WAN), Beschaffung von Hard- und Software, Dokumentation, Sicherungskonzepte, Begleitung EDV-spezifischer Bau- und Verkabelungsmaßnahmen. Nebenbei erwähnte Schumacher, dass auch in Kindergärten Daten von Jungen und Mädchen erfasst und Medienecken eingerichtet werden, und dass man den Support bereits auf städtische Kitas ausgeweitet hat.

Außer den schon erwähnten Leistungen könnte der Support für zentralen Virenschutz sorgen, für eine Firewall, für Filterung zwecks Jugendschutz, für selbstheilende Netzwerke, Beamer, digitale Tafeln und anderes zur Ergänzung des Unterrichts.

Außerdem könnte es Fernwartung für zentrale Server und PC-Arbeitsplätze über eine VPN-Verbindung geben, automatisierte Datensicherungslösungen, Implementierung vereinfachter Administrationstools für Lehrer, IT-Verantwortliche in den Schulen und den Einsatz von kostengünstigen Open-Source-Produkten (letzteres sind Lizenzen für Software, deren Quelltext öffentlich zugänglich ist).

Vom Feinsten und höchst wünschenswert wäre natürlich, was vor den Politikern ausgebreitet wurde. Die Frage ist aber, ob sich eine Gemeinde das leisten kann. Rund 67.500 Euro würde es beispielsweise kosten, wenn die Gemeinde Hürtgenwald ihre Grundschulen, ihre Haupt- und die Realschule nach derart hohen Standards ausstatten würde.

Für die Ausstattung der Schulen mit Lehrmaterial wie beispielsweise Computer, Bücher, Chemie- und Physikräume und Fachgeräte sind die Städte und Gemeinden zuständig. Sie erhalten aus Düsseldorf jeweils eine Summe, die so genannte Schulpauschale. Die Schulpauschale beträgt in Düren 2,67 Millionen Euro für 32 Schulen. „Diese Summe deckt die Aufwendungen nicht”, so Dirk Keimes, Leiter des Schulverwaltungsamtes in Düren. Der Rest müsse aus der Stadtkasse finanziert werden.

„Die Stadt Düren bezahlt die Ausstattung der Schulen”, betont Keimes. In Düren hat jede Schule ein Budget, dessen Höhe abhängig ist von der jeweiligen Schulart und von der Zahl der Schüler einer Schule. Über dieses Budget kann die Schule frei verfügen.

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