Inden/Altdorf - Inden setzt auf nachbarschaftliche Zusammenarbeit

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Inden setzt auf nachbarschaftliche Zusammenarbeit

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Inden/Altdorf. Geschäftsprozesse optimieren, Doppelzuständigkeiten abbauen und Fachwissen an einer Stelle bündeln, um auf diese Weise Aufgaben besser zu erledigen und gleichzeitig die Haushalte der Gemeinden zu entlasten. Darin liegt die Chance einer interkommunalen Zusammenarbeit.

Und eben diese möglichen Potenziale, die in einer Kooperation mit anderen Städten und Gemeinden liegen, soll Bürgermeister Ulrich Schuster für die Gemeinde Inden weiter prüfen. Das haben die Mitglieder in der jüngsten Sitzung des Hauptausschuss einstimmig beschlossen.

„Interkommunale Zusammenarbeit kann man nicht in einem Tag von Null auf 100 fahren”, betonte Schuster. Er plädiert für eine stufenweise Vorgehensweise. Erst solle man die Zusammenarbeit „im Kleinen” proben. Etwa bei der Sicherstellung von gemeinsamen Telefonzentralen oder Gewerbe- und Gaststättenangelegenheiten.

Von einer Zusammenarbeit beim Thema Bauhöfe rät Schuster noch ab. „Da würden lieb gewonnene Gewohnheiten der Kommunen über Bord gehen”, sagte er. Strittig war unter den Mitgliedern im Hauptausschuss eine angedachte Machbarkeitsstudie. Die könnte unter Beteiligung eines externen Beratungsunternehmens für die Bereiche Bauhof und Gebäudemanagements, die Möglichkeiten der interkommunalen Zusammenarbeit der Kommunen ausloten. Die Kosten für die Gemeinde Inden würden sich auf 9000 Euro belaufen.

Die Union zweifelt am Nutzen einer solchen Machbarkeitsstudie. „Wenn sich ein externer Beratungsbedarf ergibt, sollte das mit den politischen Parteien abgesprochen werden”, sagte Jürgen Olbrich stellvertretend für die CDU.

Auch die Grünen lehnen, wie Hella Rehfisch klarstellte, eine Machbarkeitsstudie ab. Aus Kostengründen. Zumal, wenn auch die Kommunen Jülich und Aldenhoven einen Rückzieher machten, die Kosten noch höher werden könnten. „Wir haben schon so viel interkommunale Zusammenarbeiten gemacht, warum muss das noch ein Externer machen?” Ihr Vorschlag: sich mit Langerwehe in Verbindungen setzen, da liegt für die Grünen das Hauptpotenzial.

Schuster dagegen sieht durchaus einen externen Beratungsbedarf, und zwar um Entscheidungen für komplexe Themen zu treffen. „Mir persönlich ist es 9000 Euro wert.” Auch die FDP sieht die Machbarkeitsstudie kritisch. Wenn aber eine Studie in Auftrag gegeben werde, sagte Jörn Langefeld, dann sollten bitte sämtliche Felder geprüft werden. Und nicht nur die Themen Bauhof und Gebäudemanagement

Die SPD sprach sich für eine externe Beratung nur im Bedarfsfall aus. „Aber ohne die wird man nicht hinkommen”, sagte Josef Johann Schmitz. Am Ende beschloss der Ausschuss - gegen die Stimmen von FDP und Grünen -, dass „für eventuell erforderliche externe Beratungen im Haushalt 2010 Mittel bereitzustellen sind”.
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