In Thum diskutieren wieder Bürger über Windkrafträder

Von: fjs
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Thum. Warum sollte es in Thum anders sein als anderswo? Wenn Pläne vorgestellt werden, sind es zunächst die Skeptiker, die sich zu Wort melden. So auch in der Thum-Arena, wo die Gemeinde Kreuzau erste Überlegungen zum Bebauungsplan G1 „Windenergieanlagen Lausbusch“ zur Diskussion stellte.

Der Gemeinderat hatte sich für drei Schwerpunkte als Standorte für Windkrafträder entschieden. Einer davon ist der Lausbusch, unmittelbar an der Grenze zum Stadtgebiet Nideggen gelegen. Dort könnten sechs Windräder mit bis zu 200 Metern Höhe aufgestellt werden, so Hans-Otto von der Heide und Heiko Krause vom beauftragten Planungsbüro.

Je drei der Räder könnten nördlich und südlich der L 33 aufgestellt werden. Sowohl die Planer als auch Siegfried Schmühl und David Gottschein von der Gemeinde Kreuzau sicherten zu, dass mit dem Abstand von 800 Metern zur Bebauungsgrenze mehr als die vom Gesetzgeber geforderte Vorgabe eingehalten werde. Und mehr als sechs Anlagen seien auf Kreuzauer Gebiet nicht möglich.

Ausdrücklich wiesen die Vertreter der Gemeinde und die Planer darauf hin, dass es sich bei dieser Informationsveranstaltung um frühzeitige Bürgerbeteiligung handelt. Die verbindlich vorgeschriebenen Verfahren wie Änderungen des Flächennutzungs- und Bebauungsplanes, Schall- und Schattenschutzgutachten sowie Aussagen zu Artenschutz und Bodendenkmälern stehen noch aus.

„Wenn alles gut läuft kann die Offenlage Mitte 2014 erfolgen“, so die Planer. Dann können die Bürger zu den konkreten Planungen ihre Bedenken und Anregungen einbringen.

Dass die Gemeinde planen muss, machte Bauamtsleiter Siegfried Schmühl deutlich. „Wenn wir nicht planen, kann bald jeder an jeder Ecke ein Windrad beantragen.“ Gespannt hörten die rund 30 Besucher (darunter nach Zählung eines Gemeinderatsmitglieds acht Bewohner aus Thum) die ersten Einwände. „Die Idylle Thum verschwindet. Der Lärm ist da, und die Immobilienpreise sinken“, mutmaßte ein Besucher. Und ein weiterer meinte: „Vor der Nähe habe ich Angst“.

Die Planer und die Vertreter der Gemeinde sagten zu, transparent alle Verfahrensschritte öffentlich zu machen.

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