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In Norddüren soll eine Klimaschutzsiedlung entstehen

Von: Ingo Latotzki
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So soll eine Häuserzeile der
So soll eine Häuserzeile der geplanten Klimaschutzsiedlung in Norddüren aussehen.

Düren. Im Norden Düren soll eine Klimaschutzsiedlung gebaut werden. Geplant sind 56 Reihenhäuser, die von einem Kölner Investor an der Alten Jülicher Straße unweit des Bretzelnwegs entstehen sollen. Mehr als 100 Euro im Monat könnte eine durchschnittliche Familie an Energie einsparen, heißt es.

Marcus Steffens vom Amt für Stadtentwicklung im Dürener Rathaus, hat entsprechende Berechnungen. Isolierungen, Photovoltaikanlagen und Heizungen auf Holzpellet-Basis sollen diesen Effekt bringen.

Die Kosten für ein Standard-Reihenhaus liegen bei 235.000 Euro (rund 140 Quadratmeter). Landesweit sollen etwa 100 dieser Klimaschutzsiedlungen entstehen, derzeit gibt es 25 bis 30.

Baubeginn in Norddüren soll im Sommer sein. 2014 soll alles fertig sein. „Damit wird der Stadtteil enorm aufgewertet”, sagt Gerd Grzella, der in das vom Land bezuschusste Projekt „Soziale Stadt” involviert ist. In Norddüren läuft es seit einigen Jahren. Die Stadtteilvertretung habe den geplanten Bau der Klimaschutzsiedlung „sehr begrüßt”, so Grzella. Ihn freue, dass der Investor die „positiven Seiten Norddürens sieht”. Grzella nennt gute Infrastruktur, viele Schulen und Kindertagesstätten sowie die Nähe zur Rur-Aue.” Es sei nicht verkehrt, sich in Norddüren anzusiedeln.

Insgesamt sollen in die Siedlung 13,5 Millionen Euro investiert werden. Das Projekt sei von einer Kommission geprüft worden, um ein Qualitätssiegel zu erhalten, sagt Marcus Steffens von der Stadt Düren. Auch er sieht einen „Imagegewinn für Norddüren”.

Dass der Klimaschutz ernst genommen wird, zeigt sich auch in dem Umstand, dass es pro Haus nur einen Stellplatz für ein Auto geben wird. Die Absicht dahinter liegt auf der Hand: Bewohner soll die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel nahe gelegt werden. Die Bebauung sei recht eng, auch das gewollt, um „gemeinschaftliches Wohnen” zu fördern. In diesem Sinne würden auch ein Grill- und Bouleplatz angelegt. Ein 600 Quadratmeter großer Spielplatz ist überdies geplant.

„Den Investoren ist ein einheitliches Bild wichtig”, sagt Marcus Steffens. Schuppen in Gärten seien in Aussehen und Form reglementiert.

Das Grundstück, auf dem die 56 Häuser errichtet werden sollen, gehörte dem Landschaftsverband Rheinland. In der Vergangenheit waren auch alternativen Nutzungen wie Einzelhandel oder Senioren-Wohnanlagen angedacht. Für die Stadt Düren ist das nun geplante Projekt „ein innovativer Ansatz, den es in dieser Form noch nicht gegeben hat”. Dies sei „aktiver Klimaschutz”.

Die energetischen Anforderungen an die Gebäude seien exakt festgelegt und messbar. So ist etwa genau ermittelt, wie weit der CO2-Ausstoß verringert werden kann. Die obligatorische Photovoltaikanlage auf den Dächern soll Gewinn abwerfen.
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