Düren - In monatelanger Filigran-Arbeit entsteht das alte Düren

In monatelanger Filigran-Arbeit entsteht das alte Düren

Von: Margret Vallot
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Josef Winthagen mit seinem Foto: Margret Vallot

Düren. Eine Glanzleistung an Konzentration, Ausdauer und Fingerfertigkeit hat Josef Winthagen (77) vollbracht. Die Leistung würde man auch einem deutlich jüngeren Menschen kaum zutrauen, sie wurde jüngst sogar von Bürgermeister Paul Larue respektvoll bewundert.

Der Senior hat in zehn Monaten intensiver Arbeit ein Modell der Stadt Düren, wie sie im Jahr 1634 aussah, angefertigt. Die Stadt, die damals wegen ihres Reichtums und ihrer Schönheit landauf, landab bekannt gewesen sein soll, wurde originalgetreu dem berühmten Wenzel-Hollar-Plan nachgebaut. Wenzel Hollar war ein Stadtzeichner.

Auf seinem Düren-Plan sind alle Gebäude, Kirchen, Klöster, Stadtmauern und Türme einzeln zu erkennen, jedes Haus sogar mit Giebeln, Vorbauten, Treppen und Gärten. Und so hat sie auch Josef Winthagen wieder auferstehen lassen, in Holz und im Maßstab 1:500.

Der Stadtzeichner muss damals „stundenlang auf dem Annakirchenturm gesessen haben”, vermutet Winthagen. So präzise und stimmig ist die Darstellung. Erst mit Unterstützung von Bürgermeister Larue ist Winthagen übrigens an die Vorlage aus dem Stadtarchiv rangekommen. Lange hatte er sich zuvor vergebens bemüht.

Doch als der Plan in seinen Händen war, und auch das Vermessungsamt noch mit einer Karte aushalf, kam die Arbeit in Fahrt. Wie besessen habe er an dem Modell gearbeitet, nicht selten zehn Stunden am Tag, erzählt der ehemalige Maschinenbaumeister und muss über sich selber lachen. „Ich kann nicht zwei Stunden ruhig sitzen ohne etwas zu tun.”

Auf eine Platte von 130 mal 130 Zentimeter passt die ganze nachgebaute Stadt. Hunderte Häuser mitsamt den Kaminen wurden rekonstruiert und mit der Lupe in der Hand bemalt. Sechs Stunden habe es allein gedauert, die Fugen an der Annakirche zu malen.
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