In Langerwehe geht es nicht ohne Gebührenerhöhung

Von: Sandra Kinkel
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Langerwehe. Dass am späten Donnerstag Nachmittag in der gesamten Töpfergemeinde die Straßenlaternen ausfielen, hatte weder mit der desolaten Haushaltslage von Langerwehe noch mit der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses zu tun.

Grund für die Dunkelheit war ein technischer Defekt, wie das RWE später auf Anfrage der „DN” mitteilte. Ein technischer Defekt, der im Übrigen nach kurzer Zeit wieder behoben war. Auf der Tagesordnung des Ausschusses standen eine Reihe von möglichen Gebührenänderungen.

So beträgt die Schmutzwassergebühr pro Kubikmeter Frischwasser im nächsten Jahr 2,79 Euro (22 Cents mehr als bisher), die Niederschlagswassergebühr steigt pro Quadratmeter angeschlossener und bebauter Grundstücksfläche um sechs Cents auf 0,58 Euro.

Etwas drastischer sind die Gebührenerhöhungen im Bereich Straßenreinigung (kehren) und Winterdienst. Im Gegensatz zur Gebühr für das Kehren, die sich lediglich um neun Cents auf 1,18 Euro pro Meter Hausfront erhöht, verdoppelt sich die Gebühr für den Winterdienst von 0,43 Euro auf 0,85 Euro. Das, so Bürgermeister Heinrich Göbbels, sei deswegen nötig geworden, weil aufgrund des harten Winters 2009 eine hohe Nachbelastung auf die Gemeinde zugekommen ist. „Wir müssen 14.400 Euro nachzahlen”, so der Bürgermeister.

„Es geht leider nicht ohne Gebührenerhöhung.” Die Abfallgebühren bleiben weitgehend konstant. Lediglich der Preis für einen 40-Liter-Restmüllsack wird sich ab 2011 um 0,50 Euro auf drei Euro erhöhen. Der 40-Liter-Windelsack kostet demnächst 1,50 Euro (vorher ein Euro).

Pflegearme Gräber

Bei den Friedhofsgebühren erhöht sich lediglich die Gebühr für die Leichenhalle von 75 auf 100 Euro. Allerdings soll es demnächst auf dem Friedhof in Heistern sowie auf den Friedhöfen in D„horn und Pier pflegefreie oder pflegearme Gräber geben. Außerdem soll eine höhere Zahl von Urnenbeisetzungen erlaubt werden. CDU-Fraktionschef Dieter Reinartz: „Immer mehr Familien wünschen sich pflegefreie Gräber. Wir schaffen die Möglichkeit, kleine Urnengräber zu bekommen. Die Angehörigen haben die Möglichkeit, eine Gedenkplatte anzubringen und auch Kerzen und Blumen aufzustellen. Die Rasenfläche rundherum wird von Mitarbeitern der Gemeinde gepflegt.”

Diese pflegefreien Grabstätten (Urnenreihengräber) kosten 1500 Euro.
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