In Kreuzau sinken die Gebühren

Von: Dietmar Engels
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Kreuzau. Wenn eine Gemeinde an der Gebührenschraube dreht, dann für gewöhnlich nach rechts, also strammer. In Kreuzau ist das im neuen Jahr anders. Hier sinken einzelne Gebührensätze erheblich, andere leicht und wieder andere bleiben so wie sie bisher waren.

Astrid Hohn von den Grünen zeigte sich sehr überrascht von der neuen Kalkulation in Sachen Friedhofsgebühren. Sie hatte eigentlich eine Erhöhung erwartet, denn in diesem Jahr wird beim Friedhofswesen mit einem Gesamtfehlbetrag von rund 175.000 Euro gerechnet. „Wie ist es dann bitte möglich, die Gebühren zu senken?”, fragte die Fraktionsvorsitzende.

„Realistisch kalkuliert”

Walter Stolz, allgemeiner Stellvertreter des Bürgermeisters, versicherte, die neuen Gebührensätze seien „realistisch kalkuliert”. Weil die Gemeinde in diesem Bereich „kräftig auf die Kostenbremse getreten” habe, sei die Reduzierung angezeigt.

Kostete ein Reihengrab auf einem der Friedhöfe im Bereich der Gemeinde Kreuzau bisher 580 Euro, so sind es im kommenden Jahr nur noch 490 Euro. Ein Einzelwahlgrab kostet künftig 1770 statt 1570 Euro. Bei einem Urnengrab sinkt die Gebühr von 490 auf 410 Euro, bei einem Urnenwahlgrab von 1200 auf 980 Euro.

Bei der Abwasserbeseitigung ist zwar keine Gebührensenkung vorgesehen, aber die bisherigen günstigen Sätze können beibehalten werden: 2,49 Euro pro Kubikmeter Schmutzwasser, für Niederschlagswasser 30 Cent pro Quadratmeter versiegelter Fläche.

Auch bei der Müllentsorgung gehen die Gebührensätze nach unten. So sinkt der Grundbetrag je Einwohner von 40,94 auf 32,66 Euro. Für eine 120-Liter Restmülltonne nahm die Gemeinde bisher 146,66 Euro im Jahr, künftig sind es 142,69 Euro. Bei Biomüll fällt die Senkung noch deutlicher aus: Betrug die Gebühr für eine 120-Liter-Tonne bisher 67,71 Euro, so sind es im nächsten Jahr 60,57 Euro.

Bei den jeweiligen Abstimmungen enthielten sich die Sozialdemokraten und die Grünen. Beide Fraktionen wollen die Kalkulationen genauer unter die Lupe nehmen, bevor sie sich in der nächsten Sitzung des Gemeinderates entscheiden. CDU und FDP erklärten sich mit den neuen Sätzen einverstanden. „Einstimmig beschlossen”, konnte Bürgermeister Walter Ramm also jeweils feststellen.

13 zusätzliche Leuchten

Nach längerer Diskussion erklärte sich der Hauptausschuss mit großer Mehrheit damit einverstanden, dass der Rad- und Fußweg entlang der Landesstraße zwischen Drove und Kreuzau mit 13 zusätzlichen Straßenleuchten ausgestattet wird.

Vom Beschluss abgekoppelt wurde die Frage, ob der Weg nach der „Erhellung” nicht mehr als „besonders gefährlich” einzustufen. Das hätte möglicherweise Auswirkungen auf die Erstattung der Schülerfahrkosten für Kinder aus Drove.
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