Heimbach - In Heimbach wird die FDP stärker als die SPD

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In Heimbach wird die FDP stärker als die SPD

Von: Burkhard Giesen
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Heimbach. Bernhard Droege war am Sonntagabend ziemlich platt. „Das ist fast wie ein Erdrutsch.” Der FDP-Fraktionsvorsitzende dürfte sich, als das Wahlergebnis für die Europawahl in Heimbach endgültig feststand, verwundert die Augen gerieben haben.

17,31 Prozent schlugen da für seine Partei zu Buche, im kleinen Hasenfeld fuhr man mit 23,44 Prozent die höchste Zustimmung ein.

An ähnliche Ergebnisse für die FDP in Heimbach kann sich Droege nicht erinnern. Zumal: Zum stolzen Ergebnis gehört auch, dass die FDP vor den Sozialdemokraten zweitstärkste Partei geworden ist. Droege: „Dass wir Zuwächse erwarten konnten, haben wir im Wahlkampf gespürt. Aber die Höhe hat uns überrascht.”

Eine Gratulation für das Ergebnis kam am Montag vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Dr. Harro Höger, der derzeit im Dürener Krankenhaus liegt und nach einer Hüft-Operation nun auch noch den Absturz seiner Partei zu verdauen hat. „Die FDP liegt momentan offenbar im Trend. Man kann ihr zu dem Ergebnis nur gratulieren, hakt Höger die schmerzliche Niederlage schnell ab und widmet sich lieber den erfreulichen Seiten des Wahlergebnis. „Wir haben unsere Stimmen gehalten”, betont Höger.

Das stimmt sogar. Aber es gibt eben auch diesen zweiten Trend: Fast alle anderen Parteien verbuchen Stimmenzuwächse, nur die SPD nicht. Die tröstet sich noch mit einem anderen bemerkenswerten Ergebnis in Heimbach: Die CDU hat knapp zwölf Prozent der Stimmen verloren und ist von 60,6 auf 48,9 Prozent abgerutscht.

Für die CDU sicherlich kein Grund in Panik zu verfallen, aber SPD-Mann Höger freut das: „Das ist ein erdrutschartiger Verlust für die CDU. Als Kommunalpolitiker kann ich nur feststellen, dass es auch in Heimbach eine Mehrheit jenseits der CDU gibt.”

Das sieht FDP-Fraktionsvorsitzender Bernhard Droege ähnlich: „Wir wollen auch bei der Kommunalwahl zulegen und die absolute Mehrheit der CDU brechen.” Nicht umsonst hat die Partei mit Gisela Breuer eine eigene Bürgermeisterkandidatin aufgeboten. Von einer „Mehrheit jenseits der CDU” spricht die FDP allerdings nicht. Da wünscht man sich eher eine Mehrheit mit der CDU.

Davon lässt sich die Heimbacher CDU allerdings nicht sonderlich beeindrucken. CDU-Bürgermeister Bert Züll: „Wir sind recht zuversichtlich, was die Kommunalwahl betrifft. Unsere Leistungsbilanz der letzten fünf Jahre kann sich sehen lassen”, sagt er. Und schließlich würde bei einer Kommunalwahl noch immer die Ortspolitik maßgeblich entscheiden. Das klingt nicht so, als ob er sich den den Verlust der absoluten Mehrheit auch nur vorstellen könnte.
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