Heimbach - In Heimbach weht wieder Festivalluft

In Heimbach weht wieder Festivalluft

Von: kin
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Freuen sich auf einen spannung
Freuen sich auf einen spannungsreiche Festivalwoche: Thomas Leitl, Dr. Hans-Joachim Güttler, Dr. Heinz-Willi Mölders und Lars Vogt (von links).

Heimbach. „Heimbach, das ist Festspiel-Atmosphäre. So stelle ich mir auch Bayreuth oder Salzburg vor.” Margarete Körner aus Düren schmunzelt. Nicht, dass die alte Dame (80) schon einmal in ihrem Leben bei den Festspielen in Bayreuth oder Salzburg gewesen ist.

„Aber geträumt habe ich immer davon. Und ich bin davon überzeugt, dass in Heimbach Festspiel-Luft weht.” Margarete Körner hat ohne Zweifel Recht. Beim Kammermusikfestival „Spannungen” in Heimbach weht Festival-Luft. In diesem 14. Festivaljahr vielleicht sogar etwas mehr als sonst. Denn immerhin sind Lars Vogt und seine Spannungen eine Art Kooperation mit den Salzburger Festspielen eingegangen. Der „Vorspann 2” am Abend, bei dem Weltstar Klaus Maria Brandauer Faust rezitierte und die Zuschauer gemeinsam mit Lars Vogt auf eine literarisch-musikalische Reise nahm, wird in wenigen Wochen bei den Salzburger Festspielen wiederholt.

Thema der diesjährigen „Spannungen”-Woche, so künstlerischer Leiter Lars Vogt, beim Konzert für die Sponsoren, sei „Aus meinem Leben”. „Wir haben”, so Vogt, „Werke ausgesucht, die allesamt einen biografischen Bezug haben.”

Dr. Hans-Joachim Güttler, Vorsitzender des Arbeitskreises „Spannungen” vom Kunstförderverein betonte in seiner Ansprache, dass es wichtig sei, auch das „Konzertpublikum von morgen” für Kammermusik und die Konzerte in Heimbach zu begeistern. „Es ist erwiesen”, so Güttler, „dass Menschen, die als Kind nie in einem Konzertsaal waren, auch als Erwachsene kaum den Weg dort hin finden.” Um Kindern und Jugendlichen einen Zugang zu der Musik zu verschaffen, haben Lars Vogt und seine Mitstreiter in dieser Festivalwoche gleich zwei Veranstaltungen geplant. 500 Schülerinnen und Schüler aus Kreuzau, Schleiden, Heimbach, Winden und Gürzenich kommen am Donnerstag zu einem Sonderkonzert ins Heimbacher Jugendstilkraftwerk. 23 Jugendliche des Wirteltor-Gymnasiums verlegen sogar ihren Wandertag zu „Spannungen”. Die jungen Leute erwartet ein siebenstündiges Programm, bei dem sie ausführlich hinter die Kulissen des Festivals gucken und ausgiebig feine Konzertluft schnuppern können.

Beim Sponsorenkonzert begeisterten übrigens vor allen Dingen die jungen Stipendiaten des Festivals. Die beiden Schwestern Danae und Kiveli Dörken (beide Klavier” spielten Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Liszt. Der Österreicher Aaron Pilsan (ebenfalls Klavier) ist bereits im dritten Jahr in Folge Stipendiat bei „Spannungen”. Er hat schon eine echte Heimbacher Fangemeinde, die er am Freitag mit Frédéric Chopin begeisterte.

Übrigens sind für die allermeisten Konzerte in Heimbach noch Restkarten zu haben. Es lohnt sich immer, im Festivalbüro unter Tel. 0175/5987970 nachzufragen. Das Büro ist täglich von zehn bis zwölf sowie von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Hier erfährt man auch, wann und wo die öffentlichen Proben stattfinden.

Heute Abend beim eigentlichen Eröffnungskonzert gibt es in Heimbach Werke von Joseph Haydn, Maurice Ravel und Johannes Brahms. Dann ist auch Margarete Körner wieder da. Und genießt sie, die echte Heimbacher Festival-Luft, die auch in Salzburg oder Bayreuth nicht besser sein könnte.
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