Düren - In der „Rauschdisco” den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol lernen

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In der „Rauschdisco” den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol lernen

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Marion Laßka, Andreas Schön,
Marion Laßka, Andreas Schön, Katharina Philipps, Waldemar Radtke und Wilfried Pallenberg (v.l.) freuen sich auf die Rauschdisco. Foto: S. Kinkel

Düren. Die Zahlen, die Andreas Schön von der Drogenberatungsstelle (Drobs) präsentiert, sind erschreckend: 20 Prozent aller Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren trinken sich einmal im Monat in den Rausch.

„Es macht keinen Sinn”, so Schön, „Alkohol komplett zu verbieten. Weil das total realitätsfremd wäre. 90 Prozent der Bevölkerung lebt nicht abstinent. Unser Ziel muss sein, den Jugendlichen einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol nahezubringen.”

Und zwar ohne erhobenen Zeigefinger. Deswegen laden die Mitarbeiter der Dürener Endart-Fabrik, der AOK Gesundheitskasse, des Kommissariates Vorbeugung der Polizei und des Tanzsportvereins „Motivation Dance-Team” bereits zum zweiten Mal zu einer „Rauschdisco” in die Endart ein.

„Die Veranstaltung”, so Wilfried Pallenberg, Leiter der Drogenberatungsstelle, „war im vergangenen Jahr ein riesiger Erfolg. Über 400 Jugendliche waren hier und haben ohne Alkohol sehr fröhlich miteinander gefeiert.” In Düren, so Pallenberg, gebe es kaum ein Angebot für jüngere Kinder. „Und die wollen natürlich gerne in der Endart feiern, weil dann sicher ist, dass das keine Kinderdisco ist.”

Bei der Rauschdisco gibt es neben Gelegenheit zum Tanzen einen Tanzwettbewerb mit dem „Motivation Dance Team” und einen Rauschparcours. Hier können die Jugendlichen erleben, wie sich ein Vollsuff anfühlt. Wilfried Pallenberg: „Nach der ersten Rauschdisco war auch die Resonanz der Eltern sehr positiv.” Es gab sogar Eltern, die eine Initiative gründen wollten, um regelmäßig solche Veranstaltungen für jüngere Jugendliche zu veranstalten.

Pallenberg: „Wenn die zweite Rauschdisco wieder so erfolgreich ist, sollten wir darüber nachdenken, regelmäßig eine Disco für diese Altersgruppe zu machen.” Und Andreas Schön ergänzt: „Die Jugendlichen haben bei uns einen positiven Lerneffekt. Weil sie sehen, dass man auch ohne Alkohol fröhlich sein kann.” Gleichzeitig würden die jungen Leute erfahren, dass Alkohol kein probates Mittel ist, um Ärger los zu werden.

Die Verantwortlichen der Rauschdisco sind überzeugt, dass sie auch die Jugendlichen erreichen, die regelmäßig Alkohol konsumieren. „Weil die besonders feierwütig sind”, so Pallenberg. „Natürlich erreichen wir nicht alle, aber das ist bei unserer Arbeit eigentlich immer so.” (kin)

Die zweite Rauschdisco richtet sich an Jungen und Mädchen zwischen elf und 16 Jahren. gefeiert wird am Freitag, 7. Oktober, ab 16.30 Uhr in der Endart-Fabrik, Veldener Straße 59.

Kostenlose Eintrittskarten können ab sofort im Internet unter vigozone@rh.aok.de bestellt werden. In der Endart-Fabrik ist Platz für etwa 650 Kinder und Jugendliche.

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