Düren - Immer mehr Flüchtlinge werden in Düren untergebracht

AN App

Immer mehr Flüchtlinge werden in Düren untergebracht

Von: Ingo Latotzki
Letzte Aktualisierung:

Düren. Die Stadt Düren muss immer mehr Flüchtlinge aufnehmen und in ihren beiden Übergangsheimen in Arnoldsweiler und der Friedenstraße oder in angemieteten Wohnungen am Miesheimer Weg unterbringen.

Bereits Ende Juli meldet das Sozialamt auf Anfrage der „DN“ 128 neue Flüchtlinge aus (Bürger-)Kriegsgebieten wie Syrien oder Irak. Im gesamten Jahr 2014 waren es 131 Männer und Frauen, die in Düren unterkamen, 2012 waren es 67. „Derzeit gibt es nur eine Entwicklung: nach oben“, sagt der zuständige Dezernent bei der Stadt Düren, Harald Sievers.

Die Stadt Düren ist gesetzlich verpflichtet, Flüchtlinge aufzunehmen. Sie werden mit einer Vorlaufzeit, die bisweilen bei nur acht Tagen liegt, über das Land NRW nach dem so genannten Königsteiner Schlüssel auf die Kommunen verteilt. Ausschlaggebend sind Fläche und Bevölkerungszahl.

Die Flüchtlinge werden bis zum Abschluss ihres Asylbewerberverfahrens in der Regel in Düren bleiben. Sie dürfen laut Bundesgesetz nicht arbeiten und erhalten Transferleistungen des Staates, um leben zu können. Laut Dezernent Sievers hat die Stadt „noch einige wenige Kapazitäten“, weitere Flüchtlinge aufzunehmen.

Der seit 2012 zu verzeichnende erhebliche Anstieg an Asylbewerbern macht sich im Haushalt der Stadt Düren bemerkbar. Schon jetzt ist klar, dass das Rathaus im Vergleich zu 2013 rund 300.000 Euro mehr aufwenden muss. Im vergangenen Jahr betrug die Steigerung zu 2012 etwa 500.000 Euro. Insgesamt hat die Stadt 2013 rund 2,26 Millionen Euro für Unterbringung, Lebensunterhalt inklusive Krankenversorgung bezahlt. Etwa ein Drittel der Summe übernimmt pauschal das Land.

Vor allem Kosten, die für die Behandlung von Krankheiten anfallen, schlagen erheblich zu Buche, wie Dezernent und Kämmerer Harald Sievers sagte. Flüchtlinge seien häufig nicht krankenversichert; ihre Behandlung müsse somit wie bei Selbstzahlern abgerechnet werden.

Bis ein Asylbewerberverfahren abgeschlossen ist, vergehen oft einige Jahre. Im Unterschied zu anderen Städten in NRW kann Düren die Flüchtlinge noch in Heimen oder Wohnungen unterbringen. In Duisburg sollten sie eine Zeit lang in Zelten leben müssen.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert