Kreis Düren - Im Koalitionspoker sind jetzt Kompromisse gefordert

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Im Koalitionspoker sind jetzt Kompromisse gefordert

Von: bugi
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Gaby Schmitz-Esser ist CDU-Fraktionsvorsitzende in Düren-Niederzier.
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Günther Schmitz ist Vorsitzender der CDU Merzenich.

Kreis Düren. Enttäuscht? Nein, enttäuscht sei sie nicht, antwortet Gaby Schmitz-Esser. Dabei gehört sie zu den CDU-Politikern im Kreis Düren, die sich eine Koalition mit den Grünen auf Bundesebene sehr gut hätten vorstellen können.

Wenn die Bundespolitiker von CDU, SPD und Grünen in Berlin tagen und sondieren, ob sie vielleicht künftig koalieren, dann beschäftigt das auch die Mitglieder an der Basis. Gaby Schmitz-Esser zum Beispiel, CDU-Fraktionsvorsitzende in Niederzier. „Ich hätte mir Schwarz-Grün sehr gut vorstellen können“, sagt sie.

Vor allem, weil ihrer Meinung nach das Thema Erneuerbare Energien und die Energiewende zu den Themen gehören, die als erstes dringend angepackt werden müssten. „Hier haben die Grünen vieles angestoßen – wenn auch auf ihre eigene Art.“

Auch Helmut Kemmerling, ehemaliger Fraktionsvorsitzender in Vettweiß, spricht nicht von Enttäuschung, wenn man ihn auf das Nein der Grünen zu Koalitionsverhandlungen anspricht. Die Gespräche mit der Partei bewertet er aber als wichtig: „Jetzt war es noch zu früh, aber 2017 gibt es da vielleicht ganz neue Chancen.“

Ja zum Mindestlohn

Kemmerling hat von Anfang an eine große Koalition favorisiert, aber nicht um jeden Preis: „Das Thema Steuererhöhung darf nicht zur Disposition stehen. Das haben wir dem Wähler versprochen.“ Stattdessen kann er sich vorstellen, dass seine Partei der SPD in anderen Bereichen entgegen kommt. Kemmerling: „Der Mindestlohn ist ganz klar geboten.

Über die Höhe kann man sich unterhalten.“ Kompromisse von beiden Seiten fordert Marco Johnen, Kreisvorsitzender der Jungen Union: „CDU und SPD müssen sich jetzt ernsthaft zusammensetzen, um eine vernünftige Lösung hinzubekommen.“ Neuwahlen sind für ihn kein Thema: „Man kann nicht so lange wählen, bis einem das Ergebnis passt.“

„Die SPD ist ein verlässlicher Partner. Das sehe ich ja in Merzenich“, favorisiert auch CDU-Vorsitzender Günther Schmitz ein Bündnis mit den Sozialdemokraten. „Beide Parteien müssen jetzt Zugeständnisse machen“, sagt er, und sieht wie Kemmerling ein Tabu: „Die Steuerlast der Bürger ist groß genug“, hier dürfe die CDU nicht nachgeben.

„Der SPD geht es um eine Umverteilung, da werden wir uns mit ihnen reiben“, prophezeit der Merzenicher Vorsitzende für die Koalitionsverhandlungen, aber: „Der Wähler will, dass Frau Merkel die kommende Regierung führen soll.“ Das sieht auch Gaby Schmitz-Esser so. Sie glaubt an eine Einigung mit der SPD, aber: „Die CDU wird mehr Zugeständnisse machen müssen, als ihr lieb ist“.

Sie wünscht sich von der neuen Regierung mehr Engagement im Bereich Bildung und bei der Finanzausstattung der Kommunen: „Das ist das Wichtigste, was jetzt angepackt werden muss.“

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