Düren - IG Metall sucht das Gespräch mit den Bürgern

IG Metall sucht das Gespräch mit den Bürgern

Von: de
Letzte Aktualisierung:
7900169.jpg
Am Infostand konnten sich die Besucher an der Beschäftigtenbefragung der IG Metall beteiligen. Mit der Resonanz zeigte sich Gewerkschaftssekretär Volker Kohlisch (links) zufrieden. Foto: Dietmar Engels

Düren. Volker Kohlisch, Sekretär der Industriegewerkschaft Metall (IGM) in Düren, zeigt sich am Ende des Aktionstages recht zufrieden: „Wir sind mit vielen Menschen ins Gespräch gekommen“.

Am Mittwoch standen Kohlisch und seine Kollegen von der örtlichen Verwaltungsstelle am Info-Truck der IGM Rede und Antwort. Das Motto der Aktion: „Neue Zeiten, neue Fragen: zusammen für neue Antworten“.

Kohlisch: „Uns ging es vor allem darum, zu erfahren, was die Leute bewegt. Dabei kamen Themen wie die Sicherheit der Arbeitsplätze, die Rente mit 63 und die Vereinbarkeit von Arbeit und Familienleben zu Sprache.“ Besonders wichtig seien vielen Arbeitnehmern gute Mitsprache- und Gestaltungsmöglichkeiten: „Bei der Beschäftigtenbefragung der IG Metall im vergangenen Jahr haben sich 88 Prozent der Antwortenden für die Erweiterung der geltenden Regelungen ausgesprochen.“

Die IG Metall setzt die Befragung in diesem Jahr fort, um Hinweise für die weitere Arbeit zu erhalten. „An unserem Stand wurden viele Fragen zu den Möglichkeiten zum früheren Ausscheiden aus der Berufswelt gestellt. Die Rente mit 63 spielt dabei eine zentrale Rolle, vielfach auch im Zusammenhang mit Klagen über Stress am Arbeitsplatz. Natürlich wollen die Menschen wissen, wie es mit den Abschlägen bestellt ist. Schließlich müssen sie ja finanziell über die Runden kommen“, sagte Kohlisch.

Mindestlohn weniger ein Thema

Das Thema Mindestlohn spiele in den aktuellen Diskussion eine untergeordnete Rolle – „wohl auch deshalb, weil es in der Metallbranche schon seit längerem zufrieden stellende Regelungen gibt, die zum Teil weit über die 8,50 Euro Mindestlohn hinausgehen“.

Im Übrigen gehe es der IG Metall beileibe nicht nur um Tarifpolitik. Der Gewerkschaftssekretär: „Mindestens ebenso wichtig ist es uns, auf die Verbesserung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen Einfluss zu nehmen. Dazu zählen etwa die gleiche Bezahlung von Männern und Frauen, altersgerechte Arbeitsplätze und ein zukunftsfestes Rentensystem.“ Die bundesweit angelegte Arbeitnehmerbefragung soll Aufschluss darüber geben, welche Bedeutung die Menschen den einzelnen angesprochenen Themen zumessen. Kohlisch: „Die Ergebnisse der Befragung wird die IG Metall in die kommenden Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektrobranche mit nehmen“. Im nächsten Jahr wird wieder zwischen den Gewerkschaften und den Arbeitgebern verhandelt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert