Düren - „Ich wollte meine belletristische Ader ausleben”

„Ich wollte meine belletristische Ader ausleben”

Von: kin
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Lehrer Jens Hildebrand mit seinem ersten Kinderbuch „Oma Gertrud und die Entführung der Queen”. Foto: Sandra Kinkel

Düren. „Ich habe einfach den Drang verspürt, meine belletristische Ader auszuleben.” Jens Hildebrand, 39, lacht. Das tut er gerne. Genau wie schreiben. Seit 20 Jahren ist der Englisch- und Deutschlehrer des Stiftischen Gymnasiums auch als Autor unterwegs - zunächst für Kurzgeschichten, später dann für Sachbücher, etwa zu Filmanalysen im Deutschunterricht.

„Und jetzt sollte es eben mal ein Kinderbuch sein. Eines, das lustig ist, aber auch spannend.”

Und so ist dann irgendwie die Idee zu Oma Gertrud geboren. Jeden Morgen, wenn Jens Hildebrand mit seinen beiden Söhnen Daniel, 12, und Simon, 10, von Girbelsrath nach Düren zur Schule gefahren ist, ist ihnen eine alte Dame in einem bunten Smart begegnet. „Die sah so lustig aus”, schmunzelt Jens Hildebrand, „dass ich mir gedacht habe, dass das keine normale Oma sein kann, sondern eine Bond-Oma, eine Geheim-Agentin. Und weil wir immer an der Pfarrkirche St. Gertrud in Binsfeld vorbei gekommen sind, habe ich die Oma Gertrud genannt.”

Rund neun Monate hat der Pädagoge an seinem ersten Kinderbuch „Oma Gertrud und die Entführung der Queen” geschrieben, hat immer wieder Passagen seinen eigenen Kindern und den Jungen und Mädchen in seiner Klasse vorgelesen. „Ich bin der Überzeugung, dass Vorlesen die beste Möglichkeit ist, Kindern zum Lesen zu bringen. Deswegen lese ich immer viel vor. Und die Kinder hatten so viel Spaß an meinem Buch, dass sie mich gebeten haben, es auch zu drucken.” Das hat Jens Hildebrand auch getan (das Werk ist für 12 Euro im Dürener Buchhandel erhältlich) und zwar auf eigene Kosten. „Ich suche aber nach einem Verlag”, so der Pädagoge. „Auch für mein zweites Buch, das gerade entsteht.”

Ihm ist es wichtig, dass seine Bücher lustig sind, ohne dabei flach zu sein. „Und natürlich müssen sie auch spannend und dramatisch sein. Gleichzeitig aber nicht zu brutal. Ein ständiges Kämpfen um sein eigenes Leben ist nämlich nicht kindgerecht.”

Dass Lehrer Hildebrand mit seinem Werk den Nerv der jungen Leser getroffen hat, hat er nicht zuletzt bei seiner ersten Lesung am Montag Abend in der Aula seiner Schule gemerkt. 180 Leute waren begeistert.

„Wir haben ja eine richtige Show mit Lichteffekten und passender Musik gemacht. Das war toll. Und die Resonanz der Kinder ist es auch, die mir so viel Freude macht.”

Für den Sommer plant Hildebrand mit seinen Schülern aus seinem Buch ein professionelles Hörspiel zu machen.
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