ICE-Anbindung eine Frage der Resonanz

Von: Sandra Kinkel
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Einen „historischen Moment” erlebten am Montag Bundestagsabgeordneter Thomas Rachel (rechts) und Bürgermeister Paul Larue auf dem Dürener Bahnhof, als nach zwölf Jahren endlich wieder ein ICE hier Foto: Kinkel

Düren. Für Thomas Rachel, Bundestagsabgeordneter für den Kreis Düren und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, war das Montagmorgen um 7.56 Uhr auf Gleis drei am Bahnhof in Düren ein „historischer Moment”.

Zwölf Jahre lang, so der CDU-Politiker, sei Düren nicht mehr ans Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn angeschlossen gewesen, seit Montag ist das wieder anders: Der ICE 545 von Aachen in die Hauptstadt Berlin hält ab sofort jeden Morgen an der Rur.

„Das ist eine große Bereicherung für unsere Region”, so ein glücklicher Thomas Rachel, als er mit seinen Mitstreitern aus der Partei, Bürgermeister Paul Larue, dessen Stellvertreter Rainer Guthausen sowie Vertretern der Bahn und IG City am Bahnhof Berliner und für jeden Fahrgast einen Infobrief verteilte. Rachel: „Endlich brauchen die Dürener nicht mehr in Köln umzusteigen, wenn sie ins Ruhrgebiet oder nach Berlin möchten.”

Thomas Rachel hatte sich persönlich beim früheren Bahn-Chef Hartmut Mehdorn dafür eingesetzt, dass Düren wieder einen ICE-Halt bekommt. „Viele Bürger hatten mich auf dieses Thema angesprochen, so dass ich mir sicher sein konnte, dass der Bedarf da ist”, so Rachel. Er habe dann Herrn Mehdorn einen Brief mit konkreten Vorschlägen für den Halt des Intercity Express geschrieben. „Die Antwort hat sehr lange auf sich warten lassen. Aber drei Tage bevor Hartmut Mehdorn zurück getreten ist, hatte ich die schriftliche Zusage auf dem Tisch. Da ist mir ein reisen Stein vom Herzen gefallen.”

Jetzt gilt es, dass die Dürenerinnen und Dürener das neue ICE-Angebot auch rege nutzen: Das neue Angebot der Bahn ist nämlich zunächst auf anderthalb Jahre festgesetzt. Steigen in der Zeit nicht genügend Fahrgäste in Düren in den ICE, ist es mit dem Stopp schnell wieder vorbei.

„Dieser ICE-Halt”, so Bürgermeister Paul Larue, der stilecht mit roten Schaffnerkappe und -kelle an den Bahnhof gekommen war, „wertet unsere Stadt auf und betont, welch wichtigen Stellenwert Düren als Mittelzentrum zwischen Aachen und Köln hat.”

Übrigens hatte der ICE Montagmmorgen zwei Minütchen Verspätung und auch die „Zuglaufanzeige” am Bahnsteig, die den ersten Halt des ICE ankündigen sollte, war ausgerechnet am Montag defekt. Rachels Freude hat das überhaupt keinen Abbruch getan: Kein Wunder, er durfte ja gemeinsam mit Gruppenleiter Manfred Kochs von der Deutschen Bahn bis Köln im Führerhaus des rasanten Zuges mitfahren!
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