Hürtgenwald: Sekundarschule noch nicht schön

Von: mv
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Hürtgenwald. Die Schulleiterin der Hauptschule in Kleinhau, Ursula Mertens, hat sich mit verschiedenen Lehrpersonen der dortigen Hauptschule und der Realschule schriftlich an die Fraktionsvorsitzenden der im Rat vertretenen Parteien gewandt.

Sie möchten damit Einfluss nehmen auf eine Entscheidung der Gemeinde, die die neue Sekundarschule betrifft.

Schon länger ist bekannt, dass die Mehrheit der Lehrpersonen in Kleinhau mit den Lehrkräften in Nideggen und Kreuzau eine Sekundarschule bilden möchte. Doch Bürgermeister Axel Buch und die CDU/FDP-Mehrheit im Rat haben klargemacht, dass man mit Simmerath zusammenarbeiten will.

Dies nicht zuletzt, um dem Gymnasium in Vossenack Schülerinnen und Schüler zuzuführen, die nämlich von der Sekundarschule Hürtgenwald/Simmerath an diesem Gymnasium passgenau das Abitur machen könnten, wenn sie geeignet sind. Ein Dutzend Jugendliche, so schätzt man, könnten es wohl Jahr für Jahr schaffen, von der Sekundarschule zum Gymnasium zu wechseln. Möglicherweise auch mehr.

Mertens, die lediglich Bedenken äußern und warnen will, nennt in ihrem Brief Gründe, warum von ihr und ihren Kollegen die Zusammenarbeit mit Nideggen und Kreuzau favorisiert wird. „Es könnte eine Sekundarschule mit drei Teilstandorten gebildet werden”, schreibt Mertens.

Sie nimmt an, dass Kreuzau und Nideggen stabil dreizügig sein werden und Hürtgenwald dann stabil zweizügig. Damit werde der Abwanderung der Jugendlichen in Richtung Düren entgegengewirkt.

„Leider nicht überzeugend” nennt Mertens die neu berechneten Zahlen, die die Verwaltung von Hürtgenwald jüngst vorlegte (wir berichteten). Demnach soll der Standort Simmerath dreizügig arbeiten und der Standort Kleinhau zweizügig.

Genau das bezweifelt die Schulleiterin: „Kommt es bei beiden Standorten nur zu einer Vierzügigkeit, würden die Jahrgänge horizontal geteilt. Das heißt die Jahrgänge 5,6 und 7 würden in Simmerath beschult und die Jahrgänge 8,9 und 10 in Kleinhau oder umgekehrt.”

Lange Anfahrtswege, wenig Akzeptanz bei den Eltern, eine Orientierung in Richtung Düren oder Kreuzau würden dann den Standort Kleinhau gefährden, gibt die Schulleiterin zu bedenken. Sollten allerdings die Bürger in Nideggen erreichen, dass das Projekt Sekundarschule um ein Jahr verschoben wird, so Mertens, müsse man auch dies wieder in die Überlegungen einbeziehen.

Auch Bürgermeister Axel Buch würde es, wie er schon mehrfach wissen ließ, begrüßen, wenn man sich mit der Umwandlung von Haupt- und Realschulen in Sekundarschulen im gesamten Kreis ein Jahr mehr Zeit lassen könnte. Dem steht entgegen, dass wahrscheinlich die ersten Sekundarschulen vom Land mit Geld großzügiger ausgestattet werden als nachfolgende.
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