Hürtgenwald - Hürtgenwald hat die Zahl der Schüler neu berechnet

Hürtgenwald hat die Zahl der Schüler neu berechnet

Von: mv
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Hürtgenwald. Mit wie vielen Kindern rechnen die Gemeinden Hürtgenwald und Simmerath bei ihren Plänen für die neue Sekundarschule?

Bei der jüngsten Ratssitzung in Kleinhau präsentierte die Verwaltung der Gemeinde höhere Zahlen als bei Gesprächen im Mai. Im Rat von Kreuzau ist man nicht glücklich darüber, dass sich Hürtgenwald für ein Zusammengehen mit Simmerath entschieden hat. Dort spottete ein Ratsherr bereits über die zusätzlichen Kinder, die „über Nacht gefunden” worden seien.

„Die ganze Rechnerei”, so Bürgermeister Axel Buch in Kleinhau, „bringt es nicht”. Und: Es komme allein darauf an, wie viele Kinder letztlich tatsächlich an der Schule angemeldet würden. Die Zahlen hätten auf Bitten der Bezirksregierung geändert werden müssen, so Buch. Vom Internat in Vossenack aus besuchen Jahr für Jahr Kinder auch die Haupt- und die Realschule in Kleinhau. Die seien zunächst nicht eingerechnet worden.

Sodann müsse man, so will es die Bezirksregierung, davon ausgehen, dass Eltern nicht mehr mit aller Macht ihr Kind im Vossenacker Gymnasium anmelden würden, weil ja auch von der Sekundarschule aus auf das Gymnasium in Vossenack gewechselt werden könne. Nicht zuletzt würden im Gymnasium gelegentlich Kinder abgewiesen. Auch die kämen für die neue Sekundarschule infrage, weil sie die Zusicherung erhielten, später nach Vossenack wechseln zu können. Schließlich hätte auch Simmerath noch einige Kinder hinzuzählen müssen, die voraussichtlich von Monschau aus die Sekundarschule besuchen würden.

Die neue Schule funktioniert nach dem Modell „eine Schule an zwei Standorten”. An jedem Standort sollen alle Klassen angeboten werden. Die Sekundarschule praktiziert ein besonderes pädagogisches Programm: Ein Schüler kann in einem Fach knapp das Hauptschulniveau erreichen und in anderen Fächern ein guter Realschüler sein, und zwar gleichzeitig. Davon verspricht man sich eine bessere Förderung der Kinder je nach ihren Anlagen und Talenten.

„Vielen Leuten wird im Moment viel zugemutet”, bedauerte Buch auf Anfrage. Er sähe es lieber, wenn man sich für die Einführung einer neuen Schule mehr Zeit lassen könnte. Weil alles so schnell gehen müsse, komme es jetzt zu Unstimmigkeiten zwischen den Bürgermeistern und Parteien.
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