Hubschrauber-Geknatter über der Stadt

Von: Dietmar Engels
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Nach dem Fahrer des verlassenen Autos wurde auch mit einem Hubschrauber gesucht. Foto: D. Engels

Düren. Über eine Stunde lang hat am Montag Hubschrauberlärm die Dürener Innenstadt erfüllt. Bereits in der Nacht zum Sonntag waren viele Menschen in Norddüren und Birkesdorf aus dem Schlaf gerissen worden, weil ein tief fliegender Helikopter volle zwei Stunden seine Kreise zog.

In beiden Fälle waren polizeiliche Fahndungsmaßnahmen der Grund. Am Montag gegen 7 Uhr wurde die Polizei darüber informiert, dass in der Wernersstraße vor der dortigen Realschule ein abgestellter Pkw mit laufendem Motor und offen stehender Fahrertür entdeckt worden war.
Das Fahrzeug wies frische Unfallschäden auf, vom Fahrer fehlte jede Spur.

Zudem wurde unmittelbar mit Blut versetztes Erbrochene gefunden. Ralf Meurer, Pressesprecher der Polizei: „Die eingesetzten Beamten mussten davon ausgehen, dass der Fahrer schwere, möglicherweise lebensgefährliche Verletzungen erlitten haben könnte, durch die Stadt irrte oder sich in einer hilflosen Situation befand. Deshalb wurde auch ein Hubschrauber bei der Suche eingesetzt.”

Entdeckt wurde der Mann - es handelt sich um einen 74-Jährigen aus Düren - dann schließlich gegen 11.30 Uhr an der Ecke Kölnstraße/Hohenzollernstraße von Passanten; der Mann machte einen verwirrten Eindruck. Er war unverletzt, musste sich wegen einer akuten Erkrankung in ambulante Behandlung begeben.

Die Polizei weiß noch nicht, wo sich zwischen Sonntagabend und Montagmorgen der Unfall ereignet, in der 74-Jährige verwickelt war. Der Wagen ist vorne rechts beschädigt und es fehlt der Außenspiegel auf der Fahrerseite.

In der Nacht zum Sonntag war eine groß angelegte Fahndung durch einen Einbruch in ein durch eine Alarmanlage gesichertes großes Warenhaus am Heerweg ausgelöst. Den schnell eintreffenden Polizeibeamten berichtet ein Zeuge, die Täter seien über den Autobahnzubringer in Richtung Akazienstraße in Birkesdorf geflüchtet. „Wenn gut Chancen bestehen, die Tatverdächtigen zu schnappen, ist es nicht ungewöhnlich, dass die Polizei alle zur Verfügung stehenden Mittel einsetzt. Dazu kann auch - selbst bei Dunkelheit - ein Hubschrauber gehören”, betont Polizei-Pressesprecher Ralf Meurer.

Leider seien die Einbrecher, die ihr Diebesgut auf der Flucht wegwarfen, dennoch entkommen. Es soll sich um zwei junge Männer im Alter von 20 bis 25 Jahren gehandelt haben. Beide trugen nach Angaben des besagten Zeugen Kapuzenpullis. Das Shirt eines der beiden Männer soll mit Strasssteinchen verziert gewesen sein. Hinweise erbittet die Polizei unter Tel.: 02421 - 94 92 4 25.

Noch einmal zurück zu der Frage, ob der große Aufwand insbesondere im Zusammenhang mit dem „normalen” Einbruch gerechtfertigt war. Ralf Meurer bejaht dies: „Dass wir einen Hubschrauber einsetzen, wenn möglicherweise ein Menschenleben auf dem Spiel steht, versteht sich wohl von selbst. Im Falle des Einbruches war die Maßnahme sinnvoll, weil insbesondere bei Dunkelheit und geringer Verkehrsdichte Autos auf einer Flucht sehr gut zu erkennen sind.”
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