Langerwehe - Hotelpläne für Pier einstimmig abgelehnt

Hotelpläne für Pier einstimmig abgelehnt

Von: Sandra Kinkel
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In direkter Nachbarschaft zum Alten Forsthaus in Langerwehe-Pier wird kein Hotel entstehen. Foto: Sandra Kinkel

Langerwehe. Das geplante Hotel, das Prinz Henri-Albert de Merode und Karline Pinkert vom Eschweiler Verein „Lernen fördern“ in Langerwehe errichten wollen, wird es nicht geben.

Das hat der Bauausschuss der Gemeinde in seiner jüngsten Sitzung so entschieden.

Zum Hintergrund: Hinter den Häusern am Altdorfer Weg im neuen Ortsteil Langerwehe-Pier, unmittelbar hinter dem alten Forsthaus, das der Meroder Prinzenfamilie gehört, sollte ein Komplex mit rund 30 Hotelbetten entstehen. Rund 20 Menschen sollten hier arbeiten, etwa 45 Prozent von ihnen mit Lernbehinderung.

Einstimmig lehnten die Ausschussmitglieder eine entsprechende Änderung des Flächennutzungsplanes ab. Etliche Bürgerinnen und Bürger, die in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem geplanten Hotel wohnen. waren zu der Bauausschusssitzung gekommen. Sie belohnten die Entscheidung der Kommunalpolitiker mit spontanem Applaus, und machten damit ein Stück weit auch ihrer Erleichterung Luft.

„Grundsätzlich“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Dieter Reinartz, „braucht Langerwehe natürlich zusätzliche Hotelunterkünfte. Aber müssen die wirklich an dieser Stelle stehen?“ Reinartz erklärte auch gleich seine Bedenken: Schon vor 15 Jahren habe Langerwehe sich auf die Fahnen geschrieben, die Randgebiete der Gemeinde nicht zu bebauen.

„Die Übergangsgebiete zum Wald“, so der CDU-Mann, „sollen der Naherholung dienen. Deswegen können wir dem Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplanes nicht zustimmen.“ Hier seien das Allgemeinwohl und die Interessen der Bürgerinnen und Bürger vor die wirtschaftlichen Interessen zu stellen. Reinartz: „Und wir müssen bedenken, dass auch noch Zufahrtsmöglichkeiten und mindestens 30 Parkplätze gebaut werden müssten. Würde das passieren, wäre danach das Naherholungsgebiet kaputt.“

Ähnlich sieht das auch Dr. Jürgen Breitenstein von der SPD. Und ergänzt: „Wir haben den Umsiedlern aus Pier auch damals zugesagt, dass an dieser Stelle nicht weiter gebaut wird. Diesen Vertrauensschutz müssen wir jetzt unbedingt gewährleisten.“ Hans-Joachim Riediger (FDP) betont, dass das betroffene Areal Landschaftsschutzgebiet sei. „Der Bau eines Hotels wäre ein so starker Eingriff in die Natur, den wir nicht vertreten können.“

Jetzt wollen die Mitglieder des Bauausschusses verstärkt überlegen, wo in der Töpfergemeinde ein neues Hotel gebaut werden könnte. Der Arbeitskreis „Rahmenplanung Langerwehe“ soll seine Arbeit wieder aufnehmen und sich mit einem zusätzlichen Hotel beschäftigen.

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