Nideggen - Hospizdienst „Hortus Dialogus” setzt ein Zeichen des Friedens

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Hospizdienst „Hortus Dialogus” setzt ein Zeichen des Friedens

Von: Jana Peterhoff
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Zusammen mit Elisabeth Syed en
Zusammen mit Elisabeth Syed entlockten die Kinder den Darabuccas-Trommeln zauberhafte Töne. Foto: Jana Peterhoff

Nideggen. Celine, Dilara, Deria, Aset, Silas und Samira schmückten eine Eibe als „Friedensbaum des Jahres 2012”. Auf bunte Bänder haben sie vorher mal ihre eigenen Namen, mal die Namen ihrer Lieblingshaustiere, Eltern oder Geschwistern verewigt.

Die Kinder wollten damit ein Zeichen des Friedens setzen. Später trafen sie sich im Rosengarten am Oktogon, um zusammen mit Elisabeth Syed den Darabuccas-Trommeln zauberhafte Tönen zu entlocken.

Der Lesung aus alten Schriften folgte eine spannende Gartenführung und Tai Chi zum Mitmachen. Das war nur ein Teil der vielen Aktionen, die Kinder und Erwachsene im Commweg 8 in Nideggen-Abenden am Sonntag erleben konnten. Es war Hortus Fest zu Wesak 2012. Das Wesakfest ist das wichtigste Fest der Buddhisten auf der ganzen Welt und erinnert an die Geburt, die Erleuchtung (Nirwana) und den Austritt des Buddha Siddhartha Gautama aus dem Kreislauf der Wiedergeburt. Die buddhistischen Zeremonien finden offiziell am ersten Vollmond des Monats Mai statt.

Der ambulante Hospizdienst „Hortus Dialogus” lud zu einer Benefiz-Veranstaltung nach Abenden ein. Das Besondere an diesem Verein ist unter anderem der eigene und naturnahe Hospiz-Garten.

Auf einem Areal von 13.000 Quadratmetern ist eine Gartenanlage mit vielfältiger, einheimischer Vegetation, engen, geschwungenen Wegen im Grünen, romantischen Ecken, die stille Bleibe bieten, mit Teichen, Terrassen, Pavillons und viele Ruhezonen entstanden. Der gemeinnützige und mildtätige Verein „Hortus Dialogus” begleitet schwerstkranke, sterbende und trauernde Menschen aller Religionen.

„Der Garten als ein geschützter Raum hilft den Betroffenen und deren Angehörigen, Vertrauen zu fassen und diese schwierige Zeitspanne besser zu bewältigen”, ist sich der Vorsitzende des Hospizvereins, Friedrich Ostenrath, sicher.

Unaufgearbeitete Probleme, gestörte Familienverhältnisse, Ängste, Sorgen aber auch Zukunftsaussichten werden angesprochen und gemeinsam mit den vereinseigenen Hospizhelfern aufgearbeitet. Die Benefiz-Veranstaltung diente dem Erhalt und weiteren Ausbau des Hospiz-Gartens in Abenden sowie für den ambulanten Hospizdienst „Hortus Dialogus”.

Interreligiöser Kontext

Seit 1995 leistet der Verein eine Trauerarbeit auf ehrenamtlicher Basis und finanziert sich durch Spenden. Seelsorger unterschiedlicher Konfessionen stehen jenen Menschen, die um ihren nahen Tod wissen, zur Seite, so wie palliativ-pflegerisch ausgebildete Fachkräfte, Schmerztherapeuten und Palliativmediziner.

Der interreligiöse Kontext, die universelle Friedensbotschaft der buddhistischen Weltsicht und der öffentliche Garten für Hospitzbelange sprechen viele trauernde Menschen in der Region an.
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