Nörvenich - Hohe Schulden und dann auch noch Kürzungen

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Hohe Schulden und dann auch noch Kürzungen

Von: Ottmar Hansen
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Nörvenich. Der dicke Hammer ist zum Schluss gekommen: Kurz vor Ende der Sitzung des Hauptausschusses am Donnerstagabend musste Bürgermeister Hans Jürgen Schüller den Politikern eine erschreckende Mitteilung machen.

Der Städte- und Gemeindebund rechnet für 2012 mit massiven finanziellen Verschlechterungen - vor allem für kleine Gemeinden. Nörvenich hätte demnach 500.000 Euro weniger an Schlüsselzuweisungen aus dem Landeshaushalt zu erwarten.

Schüller: „Wir haben alles getan, was wir konnten. Doch irgendwann ist Schluss, da lässt sich einfach nichts mehr einsparen.” Der Bürgermeister forderte die Ausschussmitglieder auf, Druck auf die Landespolitiker ihrer Partei auszuüben, damit das Horroszenario für kleine Gemeinden wie Nörvenich nicht Wirklichkeit wird.

Experten befragt

Dass man im Nörvenicher Rathaus durchaus mit Geld umgehen kann, hatten dem Ausschuss zuvor zwei Experten der Sparkasse Düren bescheinigt. Die Sparkasse hatte für Nörvernich eine Verschuldungsdiagnose erstellt. Derzeit steht die Gemeinde mit rund 17 Millionen Euro in der Kreide.

Im Vergleich zu Nachbarkommunen werde im Rathaus aber gar nicht so schlecht gewirtschaftet, so die Experten. Indem nämlich einige langfristige Darlehen in Kassenkredite mit kurzer Laufzeit umgewandelt worden seien, um die derzeit niedrige Zinsphase auszunutzen. Für die langfristigen Kredite werden Zinsen von rund drei Prozent fällig, für kurzfristige ist oft nur ein Prozent zu zahlen. Auf diese Weise habe die Gemeinde Nörvenich vergangenes Jahr 40.000 weniger Sollzinsen zahlen müssen.

Kein Strom vorhanden

Der größte Teil der Kredite läuft allerdings immer noch über mehrere Jahre. Die Experten haben ausgerechnet: Müsste die Gemeinde nicht ständig neues Geld aufnehmen, sondern könnte ihre Kredite fein säuberlich zurückzahlen, wäre sie am 30. September 2045 schuldenfrei.

Autofahrer mit Bleifuß auf dem Gaspedal erhalten, zumindest auf der L 495, noch eine Schonfrist. Dort sollte längst ein Starenkasten zur Tempomessung aufgestellt sein, doch es fehlt an Strom. Eine eigene Elektroversorgung kostet 20.000 Euro. Zu teuer! Derzeit wird überlegt, den Strom aus dem Feuerwehrhaus zu liefern. Allerdings muss dann ein separater Zähler her.
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