Düren - Hohe Investition für Krauthausen

Hohe Investition für Krauthausen

Von: Burkhard Giesen
Letzte Aktualisierung:

Düren. Seit Jahren plant das Dürener Traditionsunternehmen Schoellershammer den Bau einer neuen Papierstraße. Jetzt wird das Vorhaben offenbar konkret. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt will sich in seiner nächsten Sitzung in der kommenden Woche erstmals mit dem Vorhaben befassen.

Die Planung reicht bis in das Jahr 2007 zurück. Damals schon hatte Geschäftsführer Dr. Detlef Rhodius eine mögliche Investion in Höhe von 60 Millionen Euro für eine neue Papierstraße in Aussicht gestellt - allerdings in der Nähe des Kraftwerks in Weisweiler. Eine Planung, die im Januar 2008 noch einmal explizit bestätigt, freilich allerdings nie umgesetzt wurde - die Wirtschaftskrise kam dazwischen.

Inzwischen ist man offenbar umgeschwenkt und will das Projekt nun doch am Standort in Düren-Krauthausen realisieren - „auch aus Gründen der Energieeffizienz”, wie in der der Vorlage zur Sitzung heißt. „Hierfür sollen die vorhandenen Betriebsflächen unter besonderer Berücksichtigung des Immissionsschutzes planungsrechtlich über einen Bebauungsplan gesichert werden und Erweiterungskapazitäten für die Errichtung einer neuen Papiermaschine geschaffen werden”, heißt es in dem Papier weiter.

Vier verschiebene Planungsalternativen wurden bereits mit der Bezirksregierung abgestimmt. Daraus kann man schließen, dass das Verfahren schon sehr weit gediehen ist. Auskünfte von Schoellershammer selbst zum Planungsstand gibt es leider nicht. Geschäftsführer Theo Hassert zeigte sich am Freitag auf Anfrage der „DN” wenig mitteilsam: „Dazu gibt es derzeit nichts zu sagen.”

Vorgesehen ist derzeit offenbar, die neue Papiermaschine rückwärtig zur Ruraue zu erstellen, Papierlager, Stoffaufbereitung und Parkplätze sind im Bereich der Grünfläche im südlichen Teil des Betriebsgeländes vorgesehen. Wenn es so kommt, wird allerdings auch die Aufhebung des Landschaftsschutzgebietes im westlichen Bereich des Areals erforderlich. Kein Wunder also, dass man sich bei Schoellershammer eher zugeknöpft zeigt.

Wie hoch die Investition für die neue Papierstraße ist, ist nicht bekannt. Schoellershammer ging im Jahr 2008 noch von einer Investitionssumme von rund 60 Millionen Euro aus, die könnte inzwischen deutlich höher ausfallen. Auch die Frage, wie viele Arbeitsplätze mit dem ehrgeizigen Projekt geschaffen werden, blieb am Freitag unbeantwortet. In der ursprünglichen Planung war von 80 zusätzlichen Arbeitsplätzen die Rede.
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