Düren - Hilfe für Lionel Messi aus Düren

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Hilfe für Lionel Messi aus Düren

Von: Sandra Kinkel
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Evivo Dürens Außenangreifer Andrew John Nally hat sich beim Training am 5. November einen Muskelfaserriss im Quadrizeps zugezogen. Eine moderne Unterdruckwellenbehandlung soll seine Genesung beschleunigen. Dabei wird Nally von Gabriel Pinheiro von Weyergans High Care betreut. \ Foto: Sandra Kinkel

Düren. Am Mittwochabend, wenn die Volleyballer von Evivo Düren um 20 Uhr gegen den VFB Friedrichshafen ran müssen, wenn also in der Arena Kreis Düren der Tabellenerste (Düren) gegen den Tabellenzweiten (Friedrichshafen) antritt, ist Außenangreifer Andrew John (AJ) Nally, 25, nicht dabei.

Noch nicht. Der US-Amerikaner hat sich beim Training am 5. November einen Muskelfaserriss im Oberschenkelmuskel zugezogen.

„Es war ein Dienstag“, erinnert sich Nally. „Ich erinnere mich ganz genau.“ Vier bis sechs Wochen lautete damals die Prognose der Mediziner, wahrscheinlich kann Nally aber schon am kommenden Samstag gegen Bühl wieder baggern und pritschen. Gestern jedenfalls hat der Sportler schon zum ersten Mal wieder trainiert. Nally wird in einem sogenannten Vacustyler behandelt, einem modernen Gerät, dass in dem Dürener Unternehmen Weyergans Highcare entwickelt worden ist.

Gabriel Pinheiro, bei Weyergans Highcare verantwortlich für den internationalen Vertrieb erklärt: „Das Gerät wurde gemeinsam mit Medizinern und Ingenieuren eigentlich für Gefäßerkrankungen entwickelt.“ Am Olympiastützpunkt Rhein/Ruhr hat es aber dann umfangreiche Testreihen mit 50 Sportlern gegeben. „Wir wollten herausfinden, ob Sportler, die den Vacustyler nutzen, nach dem Training wieder fit werden.“

Je 25 Sportler haben mit und ohne Vacustyler trainiert, anhand von über 1200 Bluttests konnte erwiesen werden, dass Sportler, die das Dürener Gerät genutzt haben, einen deutlich niedrigeren Milchsäureanteil im Blut hatten, als die anderen. Gabriel Pinheiro: „Und deswegen waren sie schneller wieder fit.“ Ziemlich schnell sind Erstliga-Eishockey-Clubs auf das Gerät aus Düren aufmerksam geworden. „Hier“, so Gabriel Pinheiro, „arbeiten mittlerweile viele Clubs mit der Unterdruckwellen-Behandlung.“

Ziemlich schnell hat sich herausgestellt, dass damit auch der Behandlungsverlauf bei Verletzungen wie einem Muskelfaserriss beschleunigt werden kann. Gabriel Pinheiro: „Wir nutzen hier sogenannte rhythmische Unterdruckwellen. Es wird abwechselnd frisches, sauerstoffreiches Blut in die Beine gesaugt, verbrauchtes Blut geht raus. Und dieses frische Blut ist für den Genesungsprozess gut.“ Das hat auch AJ Nally gespürt.

Am 6. November, also einen Tag nach seiner Verletzung, war Nally zum ersten Mal in der „Weltraumröhre“ und ist seitdem außer an den Wochenenden täglich zwei Mal behandelt worden. „Eine Woche nach meiner Verletzung konnte ich schon wieder völlig schmerzfrei gehen. Und gestern beim Training sogar wieder laufen und baggern.“

Mittlerweile sind internationale Fußballclubs auf die „Dürener Weltraumröhre“ aufmerksam geworden. Der FC Barcelona hat sich so ein Gerät gekauft, genau wie der FC Nürnberg und Apoel Nikosia auf Zypern. „Vielleicht erinnern sich manche noch an das Spiel zwischen Real Madrid und Barcelona in der spanischen Liga vor drei Jahren als Lionel Messi so massiv gefoult wurde. Messi hatte damals eine Prellung im Sprunggelenk und wurde in unserer Röhre behandelt.“

Um wirklich überzeugt zu sein, dass er wieder spielen kann, wird AJ Nally sich in den nächsten Tagen noch einmal gründlich untersuchen lassen. „Morgen gegen Friedrichshafen kann ich leider noch nicht spielen, aber vielleicht bin ich am Samstag schon wieder dabei.“ Dass die Spiele gegen Friedrichshafen etwas ganz Besonderes sind, hat Nally natürlich mittlerweile erfahren. Und sich im Videostudium auch davon überzeugen können, welche Qualitäten die Mannschaft vom Bodensee hat. „Das wird ganz bestimmt ein sehr besonderes Spiel heute Abend“, so Nally. „Und ich bin schon sehr traurig, dass ich nicht dabei sein kann. Aber ich hoffe, dass möglichst viele Fans kommen, und unsere Mannschaft aus vollen Kräften unterstützen.“

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