Düren - Hilfe für einen guten Start ins Kinderleben

Hilfe für einen guten Start ins Kinderleben

Von: kin
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Kerziban Arslan, Wiltrud Balzer, Tanja Nähle und Barbara Jahn (von links) sind vier von insgesamt 15 Familienbegleiterinnen, die derzeit in Düren ehrenamtlich unterwegs sind. Foto: Sandra Kinkel

Düren. Barbara Jahn aus Birkesdorf ist Familienhelferin. Genau wie Tanja Nähle (33), Kerziban Arslan (34) und Wiltrud Balzer (40) besucht die 31-Jährige gelernte Erzieherin und Motopädin einmal in der Woche eine junge Familie, die Hilfe benötigt.

„Ich wollte helfen”, erklärt Barbara Jahn ihre Beweggründe, warum sie sich zur Familienhelferin hat ausbilden lassen. „Helfen, dass die Kinder der Familien gestärkt werden und in eine gesunde Zukunft wachsen.”

„Guter Start ins Kinderleben” heißt das Projekt des Katholischen Forums für Erwachsenen- und Familienbildung, bei dem die Familienhelferinnen mitarbeiten. Projektkoordinatorin Karin Cremer erklärt: „Wir haben 15 Frauen, die uns von den Familienzentren genannt worden sind, zu Familienhelferinnen ausgebildet. Frauen, die besonders engagiert waren, im Elternrat der Kitas mitgearbeitet haben. Als Familienhelferinnen besuchen sie Familien, bei denen die Ampel auf Orange steht. Familien, wo Hilfen noch greifen und größere Probleme abgewendet werden können.” Die angebotene Hilfe ist freiwillig, die betroffenen Familien erfahren von Hebammen, dem Neugeborenen-Besuchsdienst der Stadt Düren, aber auch von Kinderärzten oder Familienzentren von dem Angebot.

Karin Cremer: „Die Familien sind in einer schwierigen sozialen Situation, leben oft sehr isoliert, in äußerst beengten Wohnverhältnissen. Da fällt es natürlich schwer, sich einzugestehen, dass man Hilfe braucht, und die dann auch in Anspruch zu nehmen.”

Entscheiden sich die Menschen dennoch dazu, bei „Guter Start ins Kinderleben” mitzumachen, bekommen sie in der Regel ein Mal in der Woche Besuch von der Familienhelferin und zwar so lange, bis das Kind der Familie einen Platz in einer Kindertagesstätte hat. „Das Kind steht im Mittelpunkt”, so Cremer. Dabei, und darauf legen die Familienhelferinnen größten Wert, wollen sie den Familien immer auf Augenhöhe und nie mit erhobenem Zeigefinder begegnen. „Natürlich”, so Barbara Jahn, „müssen wir auch Missstände aufzeigen. Zum Beispiel, wenn ein Kind schon zum Frühstück Chips bekommt.” In erster Linie geben die Frauen aber Tipps in Sachen Erziehung oder Gesundheitsfürsorge, begleiten bei der Wohnungssuche oder auch schon mal beim Einkaufen. „Im besten Fall”, so Karin Cremer, „entsteht eine Art distanzierte Freundschaft zwischen Familienhelferin und betroffener Familie.”
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