Heuser wirbt mit guten Standortfaktoren im Gewerbegebiet Rurbenden

Von: Ottmar Hansen
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Der Kundenparkplatz steht leer und auch die lächelnde Holzfigur erheitert keine Besucher mehr. Das UNternehmen Lopark ist insolvent und hat seinen Standort in Niederzier geschlossen - nicht als einziges Unternehmen. Neue Arbeitsplätze müssen her. Foto: Burkhard Giesen

Niederzier. Umbruch im Gewerbegebiet Rurbenden: Durch die Schließung mehrerer Unternehmen sind mehr als 100 Arbeitsplätze weggefallen. Fast ein Drittel des Areals steht leer. Doch Bürgermeister Hermann Heuser ist zuversichtlich: „Wir werden den Verlust kurzfristig wieder ausgleichen können.”

Da ist der traditionsreiche Parketthersteller Lopark, der im vergangenen Jahr Insolvenz anmelden musste. Pelikan/Roteck schließt seinen Standort in Niederzier, um am Berliner Flughafen ein zentrales Distributionszentrum zu errichten. Im Reiseunternehmen Lövenich ruht nach dem Tod des Inhabers der Betrieb. Die Teppichdomäne ist mangels Ausdehnungsfläche Richtung Düren verzogen.

Rund 30 neue Jobs bringt die Ansiedlung des Silikonherstellers Polyfoam im Bereich Rurbenden. Weitere werden folgen, versichert Heuser. „Wir sind mit Interessenten im Gespräch und sehr optimistisch, in den nächsten Monaten Erfolgsmeldungen verkünden zu können.” Leider könne die Gemeinde nur vermittelnd tätig werden, die fraglichen Grundstücke befänden sich in privater Hand.

Schon fest steht die Umsiedlung von Plana-Küchen auf die andere Seite der B 56. Nachdem im Gewerbegebiet bereits ein Spielkasino errichtet wurde, liege nun eine Bauvoranfrage für ein Bowling-Center mit 13 Bahnen vor, so Heuser.

„Das Gewerbegebiet kann eben mit guten Standortbedingungen werben: der Autobahnanschluss gleich um die Ecke, die Bahn in der Nähe, günstige Steuern und Gebühren.” Hinzu komme die intensive Betreuung ansiedlungswilliger Firmen. Heuser: „Wirtschaftsförderung ist bei uns Chefsache!” Niederzier leide jedoch darunter, dass es laut Landesvorgaben nur als Unterzentrum eingestuft sei. Die Neuansiedlung großflächigen Einzelhandels sei verboten.

„Wir dürfen nur noch Unternehmen zur Grund- und Nahversorgung bis zu einer Verkaufsfläche von 700 Quadratmetern aufnehmen”, so Heuser. Aus diesem Grund sei auch die Ansiedlung eines Media-Marktes in Niederzier gescheitert. Im benachbarten Düren, das als Mittelzentrum gelte, sei hingegen alles möglich. Heuser: „Ich appelliere deshalb an die Landesregierung, hier mehr Flexibilität zu zeigen.”

Immerhin: Mit Düren zusammen betreibt Niederzier das neue Gewerbegebiet Rurbenden/Talbenden an der A4. 75 Prozent der Flächen, die Niederzier beisteuern wird, hat die Gemeinde schon erworben.

Aus Heusers Sicht ein idealer Platz für den Container-Terminal der Rurtalbahn. Als alternativer Standort ist allerdings noch der Vorbahnhof auf Dürener Seite im Gespräch. Bis Ende 2011 werde eine Entscheidung fallen, so Heuser.

„Sollten wir zum Zuge kommen, würde auch noch ein Autohof gut ins Projekt passen.”
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